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Wandervergnügen in den Ferien

Viele überregionale Themenwege führen durch die Region

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Den Jakobsweg kennen alle Wanderbegeisterten. Wenigstens vom Namen. Dass dieser bekannte Pilgerweg auch einige Kilometer durch Hohenlohe führt, das ist schon wieder eher unbekannt. Wie auch die Tatsache, dass viele überregionale Themenwege spannende Landschaften in der Region erlebbar machen. Wir schlagen einige davon vor.

Was tun in den Ferien? Wir stellen jede Woche in den Sommerferien einen Weitwanderweg vor, der durch Hohenlohe führt.
Was tun in den Ferien? Wir stellen jede Woche in den Sommerferien einen Weitwanderweg vor, der durch Hohenlohe führt.  Foto: Benjamin Nolte

Immer der Muschel nach. Das tun die Wanderer, die den Jakobsweg begehen. Wer an diesen bekannten Pilgerweg denkt, der sieht französische Landschaften und die spanischen Pyrenäen vor sich, riecht Sand, Salz und Pinien. Ein Teil des Jakobswegs aber führt auch durch Hohenlohe, konkret von Mulfingen über Dörzbach vorbei an Kapellen und Kirchen nach Krautheim, Kloster Schöntal, bis es dann Richtung Sinsheim durch den Landkreis Heilbronn geht. In den Sommerferien wollen wir sechs Wanderwege vorstellen, die durch die Region führen und vielleicht den ein oder anderen bis dahin unbekannten Ort sichtbar machen.

Weinwanderweg

Denn es gibt noch andere Themenwege, die die Region durchstreifen. Den Württembergischen Weinwanderweg, beispielsweise. Vom Taubertal kommend, streift auch der Krtautheim, Weißbach, die Hohenoher Ebene, führt Richtung Löwenstein, Weinsberg, Lauffen nach Stuttgart. 1972 begann dieser Weg mit dem Abschnitt von Heilbronn nach Beilsteinl. Es kamen weitere Abschnitte dazu, bis der Weg nun 470 Kilometer umfasst. Besonders beliebt ist der Weg im Herbst, wenn die bunt gefärbten Weinberge von den meist asphaltierten Wegen aus bewundert werden können.

Georg-Fahrbach-Weg

Den Namen Georg-Fahrbach trägt in Hohenlohe beispielsweise die Ingelfinger Schule. Es gibt aber auch einen Wanderweg, der den Namen des langjährigen Vorsitzenden des Schwäbischen Albvereins trägt. Der Georg-Fahrbach-Weg folgt gut ausgeschildert von Criesbach aus bis Stuttgart dem Lebensweg Georg Fahrbachs.

Limesweg

Der Limes erinnert in der Region heute noch an die Römer. Der Limeswanderweg weist den Wanderern den Weg von Rheinbrohl am Rhein nach Bad Gögging an der Donau. Er gilt als einer der bedeutendsten Kulturwanderwege Europas mitten in Deutschland und ist durchgehend markiert. Die Etappen 13 und 14 führen von Mainhardt nach Sindringen und von Sindringen nach Osterburken. Mit den drei Limesplattformen bei Gleichen, Cappel und Westernbach wird der Verlauf des Limes im Hohenlohekreis sichtbar gemacht. Bei Pfahldöbel (Gemeinde Zweiflingen) ist der Wall noch als solcher erkennbar. Lohnenswert ist auch der Römerturm bei Mainhardt.

Frankenweg

Auch der Frankenweg, der Hauptwanderweg 8, läuft durch die Region. Auf 210 Kilometern führt er den Wanderer von Pforzheim durch das südliche Kraichgau über die bewaldeten Höhen des Heuchelbergs, quert bei Heilbronn das Neckartal hinüber in den Schwäbisch-Fränkischen-Wald und verläuft bis hin zur Hohenloher Ebene nach Rothenburg ob der Tauber. Waldreiche Gebiete wechseln mit fruchtbaren offenen Landschaften ab und bieten dem Wanderer viel Abwechslung.  Vom Steinknickleturm bei Neuhütten, einen Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins, geht es zur Burg Maienfels und durch das Brettach- und Ohrntal. Bei Waldenburg verlässt der HW 8 schließlich die Schwäbisch-Fränkischen-Waldberge und tritt in die Hohenloher Ebene ein. Zuerst durch offene Landschaft erreicht der Weg schließlich bei Künzelsau das idyllische Kochertal. Vorbei am Schloss Stetten, einer gut erhaltenen mittelalterlichen Burganlage aus der Stauferzeit, verlässt der HW 8 das Kochertal nach Osten und erreicht bei Langenburg das Jagsttal mit Schloss Langenburg.

Kocher-Jagst-Weg

Der Kocher-Jagst-Trail ist ein Weg, der in zehn Etappen durch die Kulturlandschaft Hohenlohes führt. Den Hohenlohekreis streift der Trail nur auf wenigen Kilometern von Eberbach über Heimhausen Richtung Mulfingen. Doch es sind ja Ferien: Da kann man den Hohenlohekreis getrost für einige Zeit verlassen und die restlichen Kilometer erkunden. 

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