Wahl der Hohenloher Weinkönigin: Simela Koyunseven holt die goldene Krone in die Kreisstadt
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Die 21-jährige Simela Koyunseven repräsentiert nun ein Jahr lang gemeinsam mit Weinprinzessin Luna Dietle den Hohenloher Wein und die Region. So lief der Wahlabend ab.
Die nun ehemaligen Hohenloher Weinhoheiten mit ihren Nachfolgerinnen (von links): Natalie Schäfter, Simela Koyunseven, Luna Dietle und Alisa Seez.
Foto: Ludwig, Tamara
Wessen Haupt ziert am Ende die goldene, wessen die silberne Krone? Vor allem darum geht es bei der Wahl der 51. Hohenloher Weinkönigin in der Ingelfinger Stadthalle am Freitag. Denn bei zwei Kandidatinnen und drei möglichen Kronen stand bereits vorher fest, dass sowohl Simela Koyunseven als auch Luna Dietle ein aufregendes Jahr als Weinhoheit vor sich hat.
Simela Koyunseven holt die goldene Krone in die Kreisstadt
Und doch, das merkt man den Bewerberinnen an, möchte jede die Nase vorne haben, möchte Königin, nicht Prinzessin sein. Aber letztlich kann es nur eine geben – und das ist am Ende des Abends die 21-jährige Simela Koyunseven aus Gaisbach. Für sie erfüllt sich damit ein Kindheitstraum, wie ihr Vater verrät: Denn schon immer habe sie Königin oder Prinzessin sein wollen. Für ein Jahr darf sie das nun ausleben und gemeinsam mit Luna Dietle aus dem Pfedelbacher Ortsteil Baierbach den Hohenloher Wein und die Region repräsentieren.
Aus einem Bild und einer vorgegebenen Ausgangssituation gemeinsam eine unterhaltsame Geschichte erfinden, war eine der Aufgaben, die die Kandidatinnen auf der Bühne meistern mussten.
Foto: Ludwig, Tamara
Bevor die Rangfolge jedoch feststeht, durchlaufen die neuen Hoheiten ab dem späten Nachmittag einen Auswahlprozess vor einer Jury: mit Fachfragen zu Wein und Weinbau sowie zur Allgemeinbildung. Erst nach diesem nichtöffentlichen Teil im Ingelfinger Fass präsentieren sich die Kandidatinnen auf der Bühne der Stadthalle der Öffentlichkeit. Dort geht es vor allem darum, durch Persönlichkeit und Spontanität zu überzeugen. Und: Das Lampenfieber im Zaum zu halten.
Die 50. Weinhoheiten Natalie Schäfter und Alisa Seez mussten abdanken
Zwei, die nach einem Jahr als Hoheiten bereits routiniert auf der Bühne stehen, sind Weinkönigin Natalie Schäfter und Prinzessin Alisa Seez. Für sie ist es nun an der Zeit, die Kronen abzulegen – und eine zu überreichen, nämlich an Ian Schölzel. Dessen erstes Jahr als Hohenloher Landrat begann nur wenige Wochen vor der Amtszeit der 50. Hohenloher Weinhoheiten. So traf man sich auf vielen Terminen und darüber hinaus. Das habe sich fast so angefühlt, als sei man zu Dritt, wie die jungen Frauen in einem humorvollen Rückblick berichten.
Der vor einem Jahr neu gewählte Hohenloher Landrat Ian Schölzel bekam zum Andenken an "seine ersten Weinhoheiten" Krönchen von den nun ehemaligen Weinhoheiten.
Foto: Ludwig, Tamara
Weil man Schölzel nun aber nicht die zweite Prinzessinnen-Krone übergeben könne, haben Schäfter und Seez ihm zum Andenken an „seine ersten Hohenloher Weinhoheiten“, eine eigene Krone überreicht. Schölzel lacht, dankt und trägt diese – zumindest bis zu seinem Sitzplatz – mit erhobenem Haupt. Möge sie ihm, angesichts der mauen Kreisfinanzen, nicht zu Kopf steigen.
Kandidatinnen meistern Aufgaben auf der Bühne souverän
Zurück zu den beiden Hauptpersonen des Abends. Sie meistern die Aufgaben, die die Moderatorinnen und ehemaligen Weinprinzessinnen Verena Heyer und Carolin Helbig ihnen stellen, alle bravourös. Sei es in nur 60 Sekunden die eigenen Charaktereigenschaften mit einem Wein zu vergleichen oder aus einem Bild und einer vorgegebenen Ausgangssituation gemeinsam eine unterhaltsame Geschichte zu erfinden. Sowohl einzeln als auch als Team agieren Koyunseven und Dietle bereits souverän.
Jury entscheidet zugunsten von Simela Koyunseven
Lediglich als es darum geht, dem Publikum einen Wein im Rahmen der Weinprobe vorzustellen, zeigt die sympathische Luna Dietle etwas mehr Nervosität als Simela Koyunseven, die sich insgesamt wohlzufühlen scheint auf der Bühne und charmant wie schlagfertig auftritt.
Die Entscheidung der Jury fällt letztlich für Koyunseven, deren „Wurzeln griechisch und türkisch“ sind, während ihr „Herz in Hohenlohe“ sei. Als sie realisiert, dass sie nun tatsächlich die goldene Krone tragen wird, spiegeln sich Tränen in ihren strahlenden Augen. Der Kindheitstraum ist real.
Bei der Verkündung des Wahlergebnisses hat Weinkönigin Simela Koyunseven Tränen in den Augen.
Foto: Ludwig, Tamara
Zur Person
Simela Koyunseven (21) aus Gaisbach absolviert aktuell eine Ausbildung zur Bankkauffrau, reist gerne und spielt Klavier.
Luna Dietle (21) aus Baierbach hat Abitur am TG Öhringen gemacht, absolviert derzeit den Bundesfreiwilligendienst und spielt Fußball in Neuenstein.
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