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Neuenstein

Nach tödlichem A6-Unfall: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung laufen

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Auf der A6 bei Neuenstein kam es zu einem tödlichen Unfall. Nachdem der Fahrer eines Transporters versuchte, seinen Tank nachzufüllen, wurde er von einem Wohnmobil erfasst. 

Von Levin Schröder

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Wegen eines leeren Tanks ist am vergangenen Sonntagabend ein Fahrer mit seinem Transporter auf der A6 zwischen Kupferzell und Neuenstein stehengeblieben. Beim Versuch, den Tank mit einem Kanister nachzufüllen, wurde der 35-Jährige von einem Wohnmobil erfasst und tödlich verletzt.

Gegen den 63-jährigen Fahrer, der den Zusammenstoß nicht mehr verhindern konnte, wird jetzt wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, teilt eine Polizeisprecherin auf Stimme-Anfrage mit.

Nach tödlichem Unfall auf A6 bei Neuenstein: Gutachten soll Klarheit schaffen

Wie genau es zu dem Unfall kam, ist aktuell noch unklar. Bereits in der Nacht des Unfalls wurde ein Gutachter zugezogen, der den Hergang genau rekonstruieren soll. Das könne allerdings dauern, so die Sprecherin. Eine solche Ermittlung sei darüber hinaus zunächst Routine: „Bei einem tödlichen Unfall im Straßenverkehr wird immer ein Verfahren eingeleitet“, sagt die Polizeisprecherin. Das biete auch einen Schutz für den Beschuldigten, der eine Aussage damit verweigern kann. Als Zeuge müsste er aussagen. 

Ein Gutachten soll den genauen Hergang des tödlichen Unfalls jetzt aufklären.
Ein Gutachten soll den genauen Hergang des tödlichen Unfalls jetzt aufklären.  Foto: Fabian Koss/dpa

Was bisher klar ist: Der 35-jährige Fahrer stellte seinen Transporter rechts neben der Fahrbahn ab. Einen Standstreifen gebe es in diesem Abschnitt der Autobahn nicht, sagt die Polizeisprecherin, lediglich ein Stück Fahrbahnrest mit rund 1,30 Metern Breite. Ob der Fahrer des Transporters das liegengebliebene Fahrzeug richtig abgesichert hatte, ist aktuell ebenfalls Teil der Ermittlungen. 

Das rät der ADAC bei einer Panne auf der Autobahn

Wer sein Auto während der Fahrt aufgrund einer Panne abstellen muss, sollte es zuallererst gut absichern, rät Julian Häußler, Sprecher des ADAC Württemberg. Das heißt konkret: Die Warnblinker einschalten und das Auto auf dem Standstreifen oder möglichst weit rechts am Fahrbahnrand abstellen. „Dabei die Räder nach rechts einlenken. Dann kann das Auto bei einem Auffahrunfall nicht auf die Fahrbahn geschoben werden“, so Häußler. Bei Dunkelheit solle zudem das Standlicht eingeschalten werden.

Im Anschluss sollen Betroffene das Auto über die Beifahrerseite verlassen und sich mit Warnkleidung hinter die nächste Leitplanke begeben: „Auf keinen Fall die Fahrbahn betreten oder sogar versuchen, sie zu überqueren“, ergänzt Häußler. Hinter der Leitplanke dann in einem Abstand von 150 Metern ein Warndreieck zur Absicherung der Unfallstelle aufstellen. Danach kann dann die Polizei verständigt werden. 

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