Bürgermeisterwahl Zweiflingen: Susanne Uebel-Madenciler kehrt zurück zu ihren Wurzeln
Susanne Uebel-Madenciler will ihre Erfahrung aus Landkreis und Stadt Schwäbisch Hall nutzen und Bürgermeisterin in Zweiflingen werden.

Viele Auszubildende verlassen nach der Abschlussprüfung ihre Wirkungsstätte, weil sie befürchten, sonst ewig das Küken zu bleiben. Für Susanne Uebel-Madenciler war es immer ein Abschied auf Zeit, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Ihre beruflichen Wurzeln liegen in Zweiflingen. Nun hat sie zehn Jahre lang viele Erfahrungen außerhalb gesammelt und möchte nun zurück kommen, um Bürgermeisterin von Zweifingen zu werden.
Freude am Wahlkampf
„Es fühlt sich an wie nach Hause kommen“, beschreibt die 35-Jährige ihren bisherigen Wahlkampf. Nachdem die Verwaltungsfachfrau bereits vor den Weihnachtstagen mit ihren Hausbesuchen begonnen hat, standen in den ersten Jahreswochen die Ortschaften auf dem Programm, in denen sie ihr Wahlprogramm vorstellte - ein Wiedersehen mit vielen bekannten Weggefährten.
Familie kommunalpolitisch engagiert
Doch warum wechselt sie von der Großen Kreisstadt Schwäbisch Hall, wo sie aktuell die Stabstelle des Oberbürgermeisters leitet, in die kleinste Kommune des Hohenlohekreises? „Ich mag das Landleben und die Gemeinschaft, das Persönliche“ beginnt die gebürtige Öhringerin. Privat ist sie ganz nahe der Gemeindegrenze geblieben. Geboren in Öhringen, ist Uebel-Madenciler im Teilort Büttelbronn aufgewachsen. Dort, auf dem großen Hof der Familie, lebt sie heute noch mit ihrem Mann, den sie 2021 auf dem Zweiflinger Standesamt geheiratet hat. Auch ihre drei Brüder wohnen auf der Hofstelle. Wie Landleben funktioniere, darüber wisse sie also Bescheid. Und die Kommunalpolitik liegt „mir hoffentlich auch in den Genen“, lacht sie. „Mein Uropa war Bürgermeister von Siebeneich und der Opa im Gemeinderat.“
Auf der Suche nach Herausforderungen
Nach ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in Zweiflingen qualifizierte sie sich weiter für den gehobenen Dienst. Danach war sie noch eine Weile in der Gemeinde tätig, auch im Gemeinderat dabei. Sie wisse, wie die Leute ticken, arbeitete in der Geschäftsstelle und im Standesamt. Und als die Landesgartenschau in Öhringen 2016 zu Ende ging, war die Hohenloherin bereit für etwas Neues. Nächste Station war das Landratsamt Hohenlohekreis. Sie bekräftigt: „Es war gut, dass ich gegangen bin. Im Landratsamt konnte ich Kontakte zu Kommunen knüpfen und Erfahrungen sammeln, die ich so nie hätte sammeln können.“ Gerade in Zeiten knapper Kassen seien Kontakte wichtig. Dass es in Zweiflingen finanziell besonders klemmt „haut mich nicht vom Hocker“. Viele Kommunen seien betroffen, daher sei es gut zu wissen, wie man es angehen kann, ergänzt sie. Damit meint sie, Fördermittel beantragen, wie etwa zur Instandhaltung der Schule.
Ideen von Schwäbisch Hall nach Zweiflingen
Der Blick von außen sei gut und deshalb habe sie viele Ideen im Gepäck, die sie auch in der kleinen Kommune verwirklichen möchte. In der Stabstelle in Schwäbisch Hall arbeitet sie eng mit den Ortsvorstehern zusammen. Ein Bürgerverein in jedem Ortsteil hält sie wegen der rührigen Bürger für möglich. Ehrenamtliche noch mehr fördern, das sei ein Baustein, um das Leben aufrecht zu erhalten und die Verwaltung zu unterstützen. Man müsse sich nur den Bauhof ansehen, der einfach nicht hinterherkomme. Und wer als Bürger hier und dort etwas unter die Arme greife, solle eine Entschädigung bekommen. „Natürlich gibt es Formalien und es kostet etwas, aber das macht uns nicht ärmer. Mir ist es wichtig, dass es heißt, wir halten zusammen und stärken uns“, beschreibt sie ihre Ziele. Wichtig sei ihr der Glasfaserausbau, den will sie zur Chefsache machen. Entschlossen, zeigt sie sich in punkto Selbstständigkeit. „Die gebe ich nicht auf.“ Ein Gemeindeentwicklungsplan steht auf dem Programm, sowie Wohn- oder Betreuungskonzepte für Senioren.
Auch in ihrer Freizeit sucht sie Herausforderungen, geht gerne joggen oder liebt es zu reisen und neue Sprachen zu lernen. Zuhause ist für sie das Kochen für die ganze Familien ein Ausgleich.
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