Sommerfestival auf der Öhringer Allmand endet: Das waren die Highlights
Mit einer ausgelassenen Party geht das dreiwöchige Sommerfestival auf der Allmand zu Ende. Besucher und Stammgäste erinnern sich and ei schönsten Momente

Samstagabend an der Hunnenstraße: Eine gute halbe Stunde nachdem die Stimmungsband Allgäu-Power ihren Einstand gegeben hat, steppt auf der Allmand auch schon der Bär. Und das, obwohl kurz nach Veranstaltungsbeginn ein Regenschauer über die Große Kreisstadt niedergegangen ist. Auf der Bühne gibt gerade Sänger Michael Rossmanith unterstützt von seinen drei Bandkollegen Neil Diamonds „Sweet Caroline“ zum Besten, während sich einige Gäste aus dem Publikum an der bandeigenen „Power-Bar“ vergnügen. Für die restlichen Zuschauer, die zum Teil noch ihre Regenponchos tragen, lautet die Ansage von den TV-bekannten Stimmungsmachern jetzt, mit erhobenen Armen den „Scheibenwischer“ zu geben.
Um die musikalischen Partyknaller, die die Band unermüdlich abfeuern, vor der Bühne zu feiern, möchten Erika Pröllochs und ihre Begleiter ihre Sitzplätze noch nicht aufgeben – zu gemütlich ist die Sitzhöhle, die sich das Besucher-Quartett ergattert hat: Auf den wenigen verfügbaren Sitzsäcken des Festivals im Rollwagen für die Klappstühle kann man möglichen weiteren Regenschauern gelassen entgegen sehen. Nach oben sind die Vier durch die aufgerollte Plane des Wagens geschützt.
Sommerfestival auf der Öhringer Allmand: Was den Dauergästen gefallen hat
„Wir sitzen hier, weil es geregnet hat und wir trotz Regen mit dabei sein wollen“, erklärt Pröllochs gut gelaunt. Sommerfestival-Abonnentin Birgit Behrens hält dagegen auf einem der üblichen Klappstühle die Stellung. Dreimal konnte die Öhringerin aus Termingründen ihre Dauerkarte nicht nutzen. Der Kauf des Abos habe sich für die Besucherin trotzdem gelohnt, auch dank Frühbucherrabatt: „Für das, was auf dem Sommerfestival geboten wird, ist das Abo mit dem Öhrli-Bird-Tarif echt gut bezahlbar“, findet Behrens. Am besten haben Behrens die Gastspiele der Abba-Tribute-Band sowie des Stand-up-Comedians Sascha Korf gefallen.
Wie alle Jahre wieder hat Abo-Inhaberin Sandra Fuchs auch dieses Jahr den praktischen Holzuntersetzer, der den sicheren Stand der mitgebrachten Weingläser trotz unebenem Rasen garantiert, eingepackt. Diesen hat die Michelbacherin 2018 eigens für diesen Zweck anfertigen lassen. Eine der Sommerfestival-Veranstaltungen verpassen, kommt für Fuchs nicht infrage: „Wir planen uns das so ein.“ Das vermehrte Aufkommen an Besuchern auch an Donnerstagen habe sie überrascht. „Hoffentlich wird das Festival auch unter unserem neuen Oberbürgermeister so beibehalten“, bangt sie.
Das Wetter hätte nach Meinung von Stammgast Hans Freidinger beim Sommerfestival besser sein können. „Die Stimmung war jedoch an allen Veranstaltungstagen durchweg toll“, meint der Öhringer. Sein Favorit in diesem Jahr sei eine Band der Kategorie „Hohâloher Helden“ gewesen: „Die Crailsheimer Band Westerland hat mir am besten gefallen“, zieht Freidinger Bilanz.

Sommerfestival auf der Öhringer Allmand: „Hohenloher Helden“ sehr beliebt
Dass das Sommerfestival trotz des unbeständigen Wetters bei den Besuchern gut angekommen ist, hat auch die heutige Veranstaltungsleiterin Leona Ledwig festgestellt. „Die Stimmung war an allen Abenden super“, so die Mitarbeiterin des Kultura-Verwaltungsteams. Der Stimmung taten die teilweise feuchten Verhältnisse keinen Abbruch: Trotz Regen hätten am Donnerstagabend rund 1000 Besucher den Auftritt des Bad Wimpfeners Julian Pförtner gefeiert, berichtet Ledwig.
Mit dem Gastspiel von Allgäu-Power geht für Michael Kukolic eine intensive Arbeitsphase zu Ende. Der Öhringer ist einer der technischen Mitarbeiter des Kultura-Teams, welches für den Auf- und Abbau bei der dreiwöchigen Freiluft-Veranstaltungsreihe verantwortlich ist. Zwar bedeute das Festival mehr Arbeit, dabei bliebe aber der Spaß nicht auf der Strecke. „Ich finde es bemerkenswert, wie sich das Hofgarten-Festival in den letzten Jahren entwickelt hat“, lobt Kukolic.
Sommerfestival auf der Öhringer Allmand: Veranstalter ziehen Bilanz
„Mit über 1500 verkauften Dauerkarten ist die Anzahl der Sommerfestival-Abonnenten im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gestiegen“, weiß David König, Sachgebietsleiter Kultur und Veranstaltung im Rathaus Öhringen. An der Abendkasse seien noch zusätzliche Tickets zu den Einzelveranstaltungen verkauft worden. Durchschnittlich habe man knapp 1000 Besucher pro Veranstaltung verzeichnet. Die Abo-Inhaber hätten sich merklich agiler als in den Vorjahren gezeigt und fast jede Veranstaltung mitgenommen, so König. Ebenso habe erfreulicherweise die Anzahl an Sponsoren zugenommen, wofür die Stadt Öhringen als Veranstalter ausgesprochen dankbar sei. „Von den Besuchern kam sehr viel positive Resonanz, was die Vielfalt des Programms anbetraf“, berichtet König. Als heimliche Publikumslieblinge hätten sich dieses Jahr neben den großen Samstagabend-Haupt-Acts die „Hohâloher Helden“ Julian Pförtner aus Bad Wimpfen, der durch die TV-Casting-Show „The Voice of Germany“ bekannt wurde, sowie die Crailsheimer Band Westerland mit ihrem Deutsch-Pop herausgestellt, so König. rev
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