Haus bei Bitzfeld mit Luftgewehr beschossen – drei Montagearbeiter festgenommen
Mit einem Luftgewehr wurde auf ein Haus in Bitzfeld-Weißlensburg geschossen. Die Polizei rückte in voller Montur an und nahm drei Männer fest. Schon einmal gab es wohl Ärger.
Zu einem ungewöhnlichen Polizeieinsatz ist es am Mittwochabend um kurz nach 20 Uhr im zu Bretzfeld-Bitzfeld gehörenden Weiler Weißlensburg gekommen. Ein Mann informierte die Polizei, dass auf sein Haus geschossen werde. Als die Polizisten eintrafen, stellte sich heraus: Das stimmt.
Haus bei Bitzfeld mit Luftgewehr beschossen – drei Männer festgenommen
Die Polizei hat Ermittlungen gegen drei Männer aufgenommen, die am Mittwoch im Bitzfelder Weiler Weißlensburg mutmaßlich mit einem Luftgewehr auf ein Nachbarhaus geschossen haben. Das bestätigt der Polizeiführer vom Dienst am Mittwochabend. Den Männern werde ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Warum sie auf das Haus auf der gegenüberliegenden Seite der Brettach geschossen habe, ist bislang unklar.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um osteuropäische Montagearbeiter, die in der Weißlensburger Mühle untergebracht sind. Martin Reinhard, Vermieter der Wohnungen der Arbeiter, zeigt sich erschrocken. So etwas habe er bislang nicht erlebt. Es habe bislang nur mal Ärger gegeben wegen Lärmbelästigung, sagt er.
Luftgewehr-Schüsse auf Haus bei Bitzfeld – Polizei mit Helmen
Augenzeugen berichten übereinstimmend, dass die Polizisten sich mit spezieller Montur ausstatteten und Helme aufzogen. Mit gezückter Waffe seien sie in Richtung Mühle gegangen, die Luftlinie etwa 60 bis 70 Meter vom beschossenen Haus entfernt liegt. Kurze Zeit später seien die drei Männer mit aufs Revier genommen worden.
Der Eigentümer des Hauses, auf das geschossen wurde, berichtet, er sei im Tatzeitraum allein zuhause gewesen. Bereits am Vortag habe er sich kurz gefragt, ob jemand mit einem Luftgewehr schieße. Diesmal traf ein Projektil auf das Panoramafenster.
Luftgewehr-Schüsse auf Haus bei Bitzfeld – „Das kann doch nicht sein“
„Ich dachte erst, vielleicht ist es ein Hitzeriss“, so der Mann. Dann habe er das Einschussloch wahrgenommen. „Ich dachte, ich bin verrückt, das kann doch nicht sein.“ Außerdem sei mehrfach auf die Hauswand geschossen worden. Mindestens 20 Schüsse seien innerhalb einer Stunde abgefeuert worden, immer zwei bis drei direkt hintereinander.
Er habe die Waffe nach der Sicherstellung durch die Polizisten gesehen und vermute, dass es um einen Unterhebel-Repetierer handle.
Nach Schüssen auf Haus bei Bitzfeld: Bereits Probleme mit Lärmbelästigung
Um kurz vor 20 Uhr habe er bei der Polizei in Öhringen angerufen, schildert der Mann. Kurze Zeit später seien die Polizisten da gewesen. Sie seien gemeinsam auf den Balkon gegangen, dann seien erneut Schüsse gefallen. Um nicht getroffen zu werden, seien sie daraufhin alle wieder nach drinnen.
Der Hauseigentümer berichtet, vor zwei Monaten habe er sich mal bei den Montagearbeitern über Lärmbelästigung beklagt. Ist es möglich, dass sie jetzt, fast zwei Monate später, deshalb mit Absicht auf sein Haus schossen? Er frage sich das natürlich, sagt der Mann. „Aber das wäre Spekulation.“ Seine Frau und er fühlten sich nun jedenfalls nicht wohl. „Wir sitzen jeden Abend draußen auf unserem Balkon.“ Er mache sich Sorgen, dass die Männer recht schnell wieder von der Polizei zurück sind.
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