Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses mit Kindergarten in Klepsau schreitet zügig voran
Bis zu den Sommerferien soll das Großprojekt der Stadt Krautheim fertiggestellt sein. Ein Baustellenbesuch.

Es ist eines der größten Projekte der Stadt Krautheim und eines, das die Dorfgemeinschaft im Teilort Klepsau lange herbeigesehnt hat: die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses (DGH), das Vereinsräume und Kindergarten beherbergt. Seit die Andreas-Fröhlich-Schule 2016 aus dem Gebäude aus- und nach Krautheim umgezogen ist, gab es lediglich Renovierungsarbeiten. Außerdem musste der Brandschutz ertüchtig werden, um den örtlichen Kindergarten dort unterzubringen. Krautheim kann finanziell keine großen Sprünge machen. Doch irgendwann, das war damals schon klar, würde eine größere Sanierung des in seiner Historie mehrfach erweiterten Gebäudes aus den 1960er Jahren notwendig werden.
Sanierung von Dorfgemeinschaftshaus und Kindergarten in Klepsau in den letzten Zügen
Im Juli 2024 war es dann soweit, die umfassende Sanierung begann. 2,6 Millionen Euro investiert die Stadt hier, dabei kommen 700 000 Euro an Zuschüssen aus dem Ausgleichsstock sowie 750 000 Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Für die Umstellung auf LED-Beleuchtung wurde zudem ein Förderantrag gestellt.

Inzwischen sind die Arbeiten weit fortgeschritten. Das Dach ist neu eingedeckt, das Gebäude rundum energetisch saniert, eine PV-Anlage mit Speicher wurde installiert. Geheizt wird künftig mit einem Hybrid-Modell aus zwei Wärmepumpen und Gas-Zuschaltmöglichkeit zur Abdeckung der „Heizspitzen im Winter“, erklärt Ralf Markert, Leiter des technischen Amtes der Stadt.
„Der Verein hat hier unheimlich viel Eigenleistung eingebracht.“
Ralf Markert
Zwar lässt der Blick auf Baumaterialien, Gerüst und diverse Maschinen und Arbeitsgerätschaften erahnen, dass es noch einiges zu tun gibt. Aber: „Wir sind voll im Zeitplan“, betonen Markert und Bürgermeister Andreas Insam. Bis zu den Sommerferien soll die Rundumerneuerung fertig sein und hat dann exakt zwei Jahre gedauert. Eventuell wird man sogar ein bisschen eher fertig.
Bis zu den Sommerferien soll der Klepsauer Kindergarten wieder einziehen können
Dann soll der Kindergarten mit seinen zwei Gruppen (Kleinkind- und Regelgruppe), der derzeit im ehemaligen Kindergartengebäude im Teilort Unterginsbach untergebracht ist, in seine neuen alten Räume einziehen.Und tatsächlich ist das kein Zweckoptimismus. Gerade sei der Außenputz an der Reihe, Anfang nächsten Monat geht es schon an die Außenanlagen, so Markert. Hier fehlt unter anderem noch eine Überdachung des Eingangsbereich und eine behindertengerechte Rampe. „Die Vorfreude steigt jedenfalls, wir sind sehr froh, wie alles läuft“, ergänzt Andreas Insam.

Das Innere des Gebäudes ist nahezu fertig. Dort empfängt einem nun nicht mehr der verblasste Charme der 1960er Jahre. Und obwohl der Grundcharakter des Baus erhalten bleibt, entsteht ein modernes, helles und freundliches Ambiente – sowohl in den Vereinsräumen als auch im Bereich des Kindergartens. Einen besonders großen Anteil daran haben die bodentiefen Fenster, die überall, wo es möglich war, eingesetzt wurden. So können Fans des SC Klepsau die Fußballspiele künftig bei Schmuddelwetter bequem aus dem warmen Sportheim heraus verfolgen. „Der Verein hat hier unheimlich viel Eigenleistung eingebracht“, lobt Ralf Markert. Neue Toiletten, eine Akustikdecke, neue Elektrik und einen neuen Bodenbelag stemmt der Verein auf eigene Kosten. Hinzu kommt eine Überdachung vor dem Sportheimeingang, die vor Sonne und Regen schützt.

Vereinsräume im Gebäude wurden mit viel Eigenleistung renoviert
Auch die Räumlichkeiten der Winzerkapelle am anderen Ende des Gebäudes sind fast fertig. In Eigenleistung wurde ein neuer Boden verlegt und Schallschutz in Form eine großflächigen Wand aus Akustikpanelen vorgenommen. Den Eingangsbereich hat der Verein ebenfalls neu gestaltet.
„Außerdem haben beide Vereine sowie Freiwillige aus der Ortschaft beim Rückbau und den Ausräumarbeiten geholfen“, so Markert. Das habe nochmals Kosten gespart und die Bedeutung des Projekts für die Klepsauer unterstrichen.
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