Pfedelbacher Brennereien öffnen ihre Türen und Tausende kommen
Neun Brennereien öffnen in Pfedelbach ihre Türen. Erstmals dabei: das Steinbacher Tal mit neuem Destillatweg und zwei Weingütern.

Sie brennen fürs Brennen, halten die hohe Kunst des Hochprozentigen in Hohenlohe hoch: die Pfedelbacher Brennereien, die am Samstag ihre Türen für Tausende Besucher öffneten. Neun Betriebe machen dieses Mal bei den „Brennpunkten“ mit. Neu dabei ist das Steinbacher Tal mit den Weingütern Keil und Ungerer in Renzen. Die rücken dieses Mal statt ihrer Weine die Destillate und Liköre in der Vordergrund.
Steinbacher Tal ist erstmals bei den Pfedelbacher Brennpunkten mit dabei
Bereits um 11 Uhr zur offiziellen Eröffnung herrscht auf dem Hof der Familie Keil dichtes Gedränge. Die Gläser sind gefüllt, die Teller auch, ein genussreicher Tag nimmt seinen Anfang. Gastgeber Ralf Keil freut sich über die Gelegenheit, bei dem Event dabei zu sein: „Bislang hat sich alles mehr in Windischenbach und Oberohrn konzentriert“, sagt er.
Durch den neuen Destillatweg, der auf zehn Kilometern durchs Steinbacher Tal führt und an diesem Tag eingeweiht wird, habe man die Chance ergriffen. Gerne will er auch künftig dabei sein. Vielleicht, so seine Hoffnung, schließen sich sogar weitere im Steinbacher Tal an, um noch mehr Lücken zu schließen zwischen den Betrieben.
Destillatweg durchs Steinbacher Tal zum Tag der offenen Brennereien eingeweiht
Einen Lückenschluss bildet auch der neue Destillatweg „Balduffer“, der nach einer alten Birnensorte benannt ist, wie Erlebnisführer Wilfried Uhlmann erklärt. Alle bisherigen Destillatwege – Wanderwege mit Infos zum Brennen allgemein und den hiesigen Gegebenheiten im Speziellen – sind miteinander verknüpft. Dadurch ergebe sich ein zusammenhängendes Wegenetz von nun 30 Kilometern.
Besucher bekommen Einblicke in die teils urigen Brennereien Pfedelbacher Betriebe
So viel laufen möchten an diesem Tag wohl die wenigsten, sie überbrücken die Kilometer zwischen den Brennereien lieber mit Hilfe der Shuttle-Busse. Außerdem muss man sich sputen, will man alle neun „Brennpunkte“ auskosten. Denn nicht nur gibt es jede Menge Hochprozentiges zu schlürfen und Herzhaftes zu verspeisen.
In den teils urigen Brennereien erfahren die Besucher auch, wie die Destillate und Liköre hergestellt werden. Da riecht es mal rauchig, mal fruchtig, aber immer liegt das Aroma generationenübergreifender Geschichte in der Luft.
Regen am Nachmittag kann die Stimmung der Brennpunkte-Besucher nicht trüben
Als am Nachmittag erster Regen fällt, werden Unterstände aufgesucht, Zelte aufgebaut, Regenschirme aufgespannt. Mit edlen Tropfen wird den Himmelstropfen beharrlich getrotzt, einem in doppeltem Sinne feuchtfröhlichen Endspurt entgegen.
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