,Öhringen blüht weiter’ ab 22. April: „Wir wollen die Stimmung von damals zurück bringen“
Zehn Jahre ist es her, dass Öhringen mit der Landesgartenschau ein Millionen-Publikum verzückt hat. „Der Limes blüht auf“ war das Motto der 171 Tage dauernden Blumenparty. In diesem Jahr heißt es im Original-Zeitraum zwischen 22. April und 9. Oktober: Öhringen blüht weiter“. Was die Menschen erwartet.

Die Landesgartenschau 2016 war mehr als eine Blumenschau. Sie war ein 171 Tage langes Sommerfest, ein Lebensgefühl mit vielen tollen Aktionen. Diese Stimmung soll zehn Jahre später wieder in der Großen Kreisstadt entstehen: Am 22. April gibt Öhringens Oberbürgermeister Patrick Wegener bei einem Festakt in der Kultura den Startschuss für die Jubiläumsfeier. „Öhringen blüht weiter“ lautet 2026 das Motto. 2016 hatte es geheißen: „Der Limes blüht auf“. Den römischen Grenzwall sichtbar machen, das war ein wesentlicher Teil des Konzepts. Entstanden sind neben der neuen Hofgartentreppe, dem Jugendpavillon, der Cappelaue und diversen Plätzen der BAG-Garten, Imker-Pavillon, die Hohenloher Scheune, Kletterturm und die Limesplattformen. Gefeiert wurde mit großen Konzerten, Akrobaten, Floristen, den Teilorten, Vereinen und ganz vielen Besuchern.
Höhepunkte im Jubiläumsjahr
„Wir wollen die Stimmung von damals zurück bringen“, nennt David König, Sachbearbeiter Kultur, das Ziel des Jubiläumsprogramms. Zusammen mit Stefanie Hornung vom Stadtmarketingverein „Öhringen.Lieblingsstadt“ hat er ein Paket mit vielen Höhenpunkten geschnürt. „Anfangs war uns schon ein bisschen bange, was da auf uns zukommt“, gibt er zu. Aber mit jedem Kontakt mit Akteuren von damals habe sich das Programm mehr und mehr gefüllt, fügt Stefanie Hornung hinzu.
Schöne Feste im Jubiläumsjahr
Nicht alles muss für das Jubiläumsjahr neu erfunden werden: Bestehende und teils während der Laga entstandene Veranstaltungen werden ins Programm verwoben und für das Festjahr etwas üppiger ausgestattet. Die Menschen dürfen sich freuen auf vier Tage Parkerlebnis, dann auch mit Picknick in Weiß und den „Artistokraten“. Es gibt das Sommerfestival mit der Reihe „Hohenloher Helden“, aber auch mit einem großen Kinderfest. Es werden die Orte bespielt, die zur Laga entstanden sind, wie der Kletterturm. Auch der Ohrntal-Radweg mit seinen sieben Brücken steht im Fokus. Das Hofgut öffnet zum Tag der offenen Gärten am 17. Mai. Die Imker laden zu einem großen Fest. Und das grüne Trauzimmer wird wieder eingerichtet. „Und bleibt auch künftig bestehen: Wendlers von der Orangerie übernehmen die Betreuung“, verrät Stefanie Hornung.

Eines der Highlights wird sein: „Öhringen schmeckt“. Am 26. Juli werde auf einer Bühne im Park gekocht und vor allem gegrillt. Es stehen Profis am Grill, aber auch der bekennende Hobbykoch OB Patrick Wegener. Ergänzt wird das Spektakel von einem Streetfood-Parcours.
Die Stadt blüht auf im Jubiläumsjahr
Was es nicht geben wird: Blumenschauen im Schlosskeller. Dafür aber blüht die Vorderseite des Schlosses auf. Es hängt Blumenkästen an die Fenster. „Und wir verschenken 150 bepflanzte Blumenkästen“, macht Stefanie Hornung Lust auf blühende Eigenheime. Dafür können sich Öhringer anmelden und die 40 oder 60 Zentimeter langen Blumenkästen dann bei der BAG abholen.
Wachsen soll auch ein Teil-Ort-Wald beim Jugendpavillon: „Jeder Teilort bekommt einen Baum, dazu gibt es eine Sitzgelegenheit“, schildert Stefanie Hornung.
Auch Flöhri wird wieder zum Leben erweckt und bei den Veranstaltungen zu sehen sein. Es wird einen Flöhri-Foto-Point geben. Und: „Zusammen mit den Hobby-Fotografen um Mario Barth haben wir einen Foto-Wettbewerb“, kündigt David König an. In den drei Kategorien Architektur, Natur und Veranstaltungen können die Menschen je drei Bilder einsenden. Insgesamt zwölf Bilder werden ausgewählt und zu einem Kalender kuratiert.
Beiträge zum Festjahr
„Wir haben eigene Veranstaltungen, es kommen aber auch viele Beiträge von Vereinen und Institutionen“, sagt Stefanie Hornung und verweist beispielsweise auf die Reihe Fit-im-Park der TSG. Aber auch das Hohenloher Weindorf Anfang Juli werde unter dem Motto stehen, das sich nicht nur bei der Gestaltung der Gläser erkennen lasse, ergänzt David König.
Und mit jedem weiteren Punkt, der den beiden einfällt, wächst die Vorfreude sichtlich. Das Konzept steht, nickt Stefanie Hornung. „Jetzt freuen wir uns darauf, es umzusetzen“, ergänzt David König. Dafür hat der Gemeinderat 100 000 Euro freigegeben.
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