Öhringen geht nächsten Schritt im Limespark
Schon in der ersten Sitzung von Öhringens neuem OB Patrick Wegener werden weitreichende Beschlüsse gefasst. Einer davon: Die Erweiterung des Wohngebiets Limespark soll angegangen werden. Der Aufstellungsbeschluss für das Gebiet „Limespark Ost“ wurde gefasst. Schon jetzt hat die Große Kreisstadt fast 26 000 Einwohner.

Es ist die erste Gemeinderatssitzung von Patrick Wegener als Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Öhringen. Und schon gleich in dieser ersten Sitzung werden weitreichende Weichen gestellt: Bei vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen wird mit trotzdem großer Mehrheit von 22 Ja-Stimmen beschlossen, die Erweiterung des Limesparkes weiter voranzutreiben. Es wurde der Aufstellungsbeschluss für den Teil „Limespark Ost“ gefasst. Damit einher geht eine Veränderungssperre für die betroffenen Gemarkungsbereiche, die neben Öhringen auch Cappel und Eckartsweiler einschließen. Die Veränderungssperre hat eine Dauer von zwei Jahren und kann einmal verlängert werden.
Limespark dient langfristiger Entwicklung
Auf den mit der Erweiterung verbundenen Flächenverlust für Cappel verweist LBÖ-Rat Markus Hassler in seiner Funktion als dortiger Ortsvorsteher: „Andere Teilorte hätten damit ein Bädle oder eine Sporthalle für sich herausgeholt.“ Als Stadtrat steht er hinter dem Vorhaben. „Wie genau es aussieht, haben wir in der Hand.“ Otto Weidmann (FWV) sagt: „Die Vorlage passt zu unserer langfristigen Strategie.“ Man brauche die Einkommenssteuerumlage, um die Einnahmen zu sichern. Sinnvoll sei im ländlichen Raum und nicht in dichtbesiedelten Regionen wie Stuttgart zu verdichten. Zustimmung kommt von Anton Baron (AfD). Ulrich Schimmel (CDU) sieht die logische Entwicklung nach dem Wettbewerb und verweist darauf, dass die Verfahren immer länger dauern.
Limespark Ost umfasst so viel Fläche wie A und B zusammen
Um Flächen zu haben, wenn die Baukonjunktur wieder anspringe, müsse man nun handeln. Auch Irmgard Kircher-Wieland (SPD) sorgt sich um ausreichend Wohnraum und plädiert dafür, die Erweiterung anzugehen. Kritik – und letztlich Gegenstimmen – kommen von Grüne/UNS. Dieter Volkert weist darauf hin, dass Limespark Ost mit 21,8 Hektar Fläche so groß ist wie A und B zusammen. Die Stadt habe für die Erschließung weder das Personal noch im Nachgang die notwendige Infrastruktur. In der Innenstadt habe man viele kleinere Projekte, mit denen man verdichten könnte. Volkert wäre dafür, das Thema zum aktuelle Zeitpunkt von der Tagesordnung zu nehmen.Fraktionskollegin Katharina Heinrich sieht es ähnlich und lenkt den Blick zudem in Nachbarkommunen, die ebenfalls für Wohnen wie Gewerbe weitere Flächen ausweisen und fragt: „Wann wollen wir die Reduzierung von Versiegelung ernst nehmen?“
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