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Zehn Jahre Landesgartenschau Öhringen

Gänsehautmomente: Das war der Festakt zum Start der Jubiläumsfeierlichkeiten

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Der Limes blüht weiter. Das ist das Motto im Jubiläumsjahr. Öhringen feiert, dass vor zehn Jahren die Landesgartenschau Hohenloher wie Besucher verzauberte. Mit einem Festabend voller Erinnerungen, Gänsehautmomenten und einer Premiere startet die Stadt im Originalzeitraum der Laga ins Jubiläumsjahr.

Der Festreigen kann beginnen: Nachdem der Buzzer gedrückt ist, regnet es buntes Konfetti in den Öhringer Laga-Farben auf die Besucher.
Der Festreigen kann beginnen: Nachdem der Buzzer gedrückt ist, regnet es buntes Konfetti in den Öhringer Laga-Farben auf die Besucher.  Foto: Yvonne Tscherwitschke

Gänsehautmomente. Davon gab es während der Landesgartenschau in Öhringen 2016 jede Menge. Und auch der Festakt am 22. April, dem Tag, an dem vor zehn Jahren die Laga in Öhringen bei bestem Frühlingswetter eröffnet wurde, hatte einige davon. Mit Akteuren von damals, wie Laga-Geschäftsführer und Finanzbürgermeister der Stadt Öhringen Erich Herrmann und damaligen Mitarbeitern der Laga-GmbH, vor allem aber vielen Menschen, die sich noch heute im Laga-Freundeskreis engagieren, wurde in der schön geschmückten Kultura gefeiert. 270 Gäste wurden Zeuge, wie eine große Menge Menschen (einer von jedem Tisch) rund um Stadträtin Julia Willenberg und  Klaus Glanznig, Bürgermeister der Partnerstadt Treffen, gegen 21.15 Uhr den Buzzer drückten und damit Konfetti-Kanonen zündeten. Die verteilten Papierschnipsel in den Laga-Farben in der Kultura. Und die Band You did it, ergänzt um Sänger Kai Bessner, spielte noch einmal das Öhringen-Lied, das wenige Minuten zuvor seine viel beklatschte Premiere hatte.

Sommermärchen während der Laga in Öhringen

Der Abschluss des feierlichen Abends mit Tanz, Talk und spannenden Tischgesprächen wurde von den Gästen gefeiert. Nur nicht von Alois Gscheidle in seiner Rolle als Hausmeister, der für heitere Momente sorgte, nicht nur, indem er die Gäste, allen voran den früheren Stadtrat Rüdiger Richter, auf die Schippe nahm. 

270 Gäste, darunter viele Akteure der Landesgartenschau 2016 in Öhringen feiern das Jubiläum und erinnern sich gern zurück an das Öhringer Sommermärchen.
270 Gäste, darunter viele Akteure der Landesgartenschau 2016 in Öhringen feiern das Jubiläum und erinnern sich gern zurück an das Öhringer Sommermärchen.  Foto: Yvonne Tscherwitschke

Eine Tagesschau-Sendung (zu ungewohnter Zeit, kurz nach 18 Uhr) erinnerte daran, was 2016 die Welt bewegte. „Aber wir Öhringer hatten nur eines im Kopf“, ertönt die Stimme von Oberbürgermeister Patrick Wegener aus dem Off. Und auf der Leinwand rufen Bilder von prächtigen Blumenbeeten, spannenden Veranstaltungen, von den Blumenschauen im Schlosskeller und neugestalteten Treppen, Wegen und Plätzen die 171 Tage Landesgartenschau in Erinnerung. Sabine Kurtz,  Staatssekretärin im Ministerium Ernährung, Ländlicher Raum, vermittelt: „Landesgartenschauen sind uns sehr wichtig.“ Nicht allein wegen der Daueranlagen, die noch heute zeigen, wie die Infrastruktur der Stadt mithilfe der 28 Millionen Euro vom Land verbessert wurde.

Heike Roll (von links), der frühere Oberbürgermeister Thilo Michler und Erich Herrmann, der damalige Laga-Geschäftsführer und Finanzbürgermeister, erinnern sich im Gespräch mit Oberbürgermeister Patrick Wegener an die schönsten Momente der Landesgartenschau 2016.
Heike Roll (von links), der frühere Oberbürgermeister Thilo Michler und Erich Herrmann, der damalige Laga-Geschäftsführer und Finanzbürgermeister, erinnern sich im Gespräch mit Oberbürgermeister Patrick Wegener an die schönsten Momente der Landesgartenschau 2016.  Foto: Yvonne Tscherwitschke

Dass es den Laga-Freundeskreis noch heute gebe, das zeige deutlich, dass die Landesgartenschau bewirkt habe, was sie soll: Menschen zusammenbringen, Lebensqualität verbessern. Bei dem Programm Landesgartenschauen gehe es um mehr, als nur Blumen zu zeigen. „Es ist ein Programm zur Strukturentwicklung und zur Umgestaltung einer Gemeinde.“

Geist der Laga in Öhringen

Am heutigen Freitag wird die Landesgartenschau in Ellwangen eröffnet. Den guten Geist der Laga in Öhringen wünscht Kurtz den dortigen Akteuren. In Ellwangen soll die Jagst erlebbar gemacht werden. In Öhringen wurde mit der Neugestaltung der Cappelaue die Ohrn sichtbarer.

16 Kreativfrauen vom Laga-Freundeskreis haben 80 Knäuel Wolle zu einem großen Bild mit bunten Stelen verhäkelt.
16 Kreativfrauen vom Laga-Freundeskreis haben 80 Knäuel Wolle zu einem großen Bild mit bunten Stelen verhäkelt.  Foto: Yvonne Tscherwitschke

Dort, auf der großen Sparkassenbühne, fanden die großen Veranstaltungen statt. Gern erinnert sich Erich Herrmann daran. Die Laga in Öhringen sei eine aufregende Zeit gewesen, so bereut er keine Minute, dafür nach 30 Jahren im Ministerium in die Große Kreisstadt gewechselt zu haben. Auch Thilo Michler, der damals als Oberbürgermeister die vielen Einweihungen und Veranstaltungen begleitete, erinnert sich gern zurück: „Es gab viele tolle Veranstaltungen“, sagt er. „Legendär waren zwei: das Sommernachtsfest mit dem anschließenden Feuerwerk und die Einweihung des Ohrntalradwegs mit Karat.“ Was ihn begeistert hat: „Alle haben an einem Strang gezogen.“

Laga-Stelen in Blumen und als Bild

Vor allem die Laga-Freunde. Für die ist Heike Roll auf der Bühne. Sie schwärmt noch heute: „Es war gigantisch, weil es da alles gegeben hat: große Künstler, aber auch die vielen Vereine.“ Kaum ein Bild drückt das Wir-Gefühl während der Laga so gut aus wie das Bild der Menschenschlange in Schwäbisch Gmünd, als die Laga nach Öhringen geholt wurde. Der Wunsch aller: Ein wenig von diesem Lebensgefühl ins Jahr 2026 holen. Mit vielen Veranstaltungen bis zum 9. Oktober. Und vielen bunten Blumen. Und bunten Stelen, wie sie die Kreativfrauen der Laga-Freunde aus 80 Knäuel Wolle gehäkelt und als Bild der Stadt geschenkt haben. Oder die Blumendeko auf den Tischen, die Stadtgärtnerin Sigrid Diem arrangiert hat.

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