Unterschiedliche Perspektiven auf den Öhringer Marktplatz
Verkehrsversuch, neue Fußgängerzone, Parkleitsystem: Wie die Stadt Öhringen die Innenstadt attraktiver gestalten will. So haben die Gemeinderäte abgestimmt.

Dieter Volkert (Grüne/UNS) kündigt an, dass seine Fraktion die Punkte zwei bis sieben mitgeht. Die bestehende temporäre Durchfahrtsbeschränkung aufheben wolle man allerdings nicht. Das würde die Poserszene, die sich aktuell an einer rund um die Uhr geöffneten Waschanlage treffe, wieder zurück in die Stadt holen. Das Konzept bisher sei ein fauler Kompromiss gewesen, man habe nicht den Mut für Poller oder andere technische Beschränkungen gehabt. Man habe die Attraktivität des Platzes nicht erhöht. Das müsse man nun angehen. Auch Markus Mader (SPD) kündigt Zustimmung für alle Vorschläge mit Ausnahme der Aufhebung der Durchfahrtsbeschränkung an. Auch Stefan Buchholz (CDU) sieht in der Aufhebung der Beschränkung einen Schritt zurück.
Ideen für attraktive Innenstadt
Otto Weidmann betont, dass die FWV ohnehin nie für die Schließung des Marktplatzes gewesen sei, deshalb Beschlussvorschlag eins zustimme, allen anderen Punkten aber nicht. Der Nutzen sei zweifelhaft. Das Geld werde an anderer Stelle gebracht. Jens Moll und Anton Baron von der AfD „sind begeistert von der Aufhebung“. Das Parkleitsystem stehe der Stadt gut zu Gesicht. Markus Hassler (LBÖ) hofft, schnell den nächsten Schritt machen zu können mit beispielsweise sichtbaren Veränderungen wie den Radabstellanlagen. Verbesserungen seien wichtig.
Runder Tisch für attraktive Innenstadt
Das sieht so auch OB Patrick Wegener. „Es gibt unterschiedliche Perspektiven. Deshalb ist der runde Tisch ein wesentlicher Punkt.“ Mit Bodenschwellen versuche man künftig, die Poserszene in Griff zu bekommen. Die Abstimmungsergebnisse im Einzelnen: Für die Aufhebung der Durchfahrtsbeschränkung stimmen 17 Räte, 13 dagegen. Dem Verkehrsversuch in 2026 stimmen 19 Räte zu, acht dagegen, ein Rat enthält sich. Die Konkretisierung der Parkraumstrategie befürworten 23 Räte, eine Fußgängerzone für die Rathausstraße 18, elf sind dagegen, es gibt eine Enthaltung. 20 Räte sind für Radabstellanlagen, neun dagegen, eine Enthaltung. Komforstreifen finden 21 Räte gut, den runden Tisch 22, sechs sind dagegen, zwei enthalten sich.
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