Klinik-Neubau in Öhringen – wann der Betrieb 2026 starten soll
Die Folgen des Wasserschadens vom Dezember sind fast vollständig behoben. Nach etlichen Verzögerungen rückt der Betriebsstart weitere sieben Monate nach hinten. Auch ein Tag der offenen Tür ist geplant.
Die Folgen des Wasserschadens im Neubau des Hohenloher Krankenhauses sind fast vollständig behoben. Das meldete die federführende BBT-Gruppe am Freitag. Jetzt stünden die letzten Baumaßnahmen an. Dafür soll es einen „klaren und verlässlichen Fahrplan geben“, der mit dem Generalübernehmer Vamed gerade verhandelt werde, heißt es in der Mitteilung weiter.
Und: Die neue Klinik soll jetzt am 1. Oktober in Betrieb gehen. Dann werden dort die ersten Patienten behandelt. Vor den Sommerferien, am 25. Juli, gibt es einen Tag der offenen Tür.
Klinik-Neubau in Öhringen: BB-Gruppe schweigt weiter zu den Hintergründen des Wasserschadens
Die auf solche Projekte spezialisierte Firma Vamed hat den Neubau in der Öhringer Kastellstraße komplett gemanagt. Im Vertrag mit der Krankenhaus-GmbH, deren Minderheitsgesellschafter der Hohenlohekreis ist, wurden der Baupreis und die Bauzeit vertraglich garantiert.

Letztere hat sich nun noch weiter nach hinten geschoben. Was zu dem Wasserschaden führte, wer verantwortlich ist und dafür bezahlen muss: All dies bleibt weiter unklar. Die BBT-Gruppe will sich dazu nicht öffentlich äußern und verweist auf laufende Verhandlungen.
Zeitplan erneut durcheinander gewirbelt
Fakt ist: Der im Dezember aufgetretene Wasserschaden hat den Zeitplan nochmals ordentlich durcheinander gewirbelt. Geplant war, dass der Neubau am 17. Januar eingeweiht wird – nach einem Tag der offenen Tür am 16. Januar. Am 1. März sollte der Betrieb starten.
Ursprünglich sollte der Neubau bereits Ende 2024 übergeben werden und der Klinikbetrieb im ersten Quartal 2025 beginnen. Es kam aber immer wieder zu Verzögerungen.
Nach der Übergabe des Gebäudes starten die Vorbereitungen für den Umzug
„Wir freuen uns sehr, dass die finalen Arbeiten in unserem Neubau nun zügig vorangehen und wir mit unserem Partner Vamed einen konkreten Fahrplan für die kommenden Wochen festlegen“, erklärt Oliver Hösch, Leiter Betriebsorganisation der BBT-Gruppe. Aktuell würden die abschließenden Vereinbarungen abgestimmt. Die Übergabe des Gebäudes an die BBT-Gruppe als Träger des Hohenloher Krankenhauses sei nun spätestens für das zweite Quartal vorgesehen.
„Im Anschluss beginnt für uns die intensive Phase der Umzugsvorbereitungen“, so Hösch. In mehreren Projektgruppen seien die Abläufe bereits bis ins Detail geplant worden. „Wir haben den Umzug und alle notwendigen Vorbereitungen sorgfältig strukturiert“, versichert Pflegedirektor Frank Feinauer. „Sobald wir im Gebäude sind, können wir Abläufe und Prozesse realitätsnah trainieren und optimal aufeinander abstimmen.“
Probebetrieb und Testläufe folgen
Nach der Übergabe werde das Gebäude Schritt für Schritt mit Leben gefüllt: Sämtliche medizinischen Materialien und Ausstattungsgegenstände – von Betten und Nachttischen bis zu Infusionsständern – würden in den Neubau eingebracht. Auch die restliche IT-Infrastruktur werde dann installiert und in Betrieb genommen. „Bei der Übergabe ist das Haus praktisch noch leer. Gemeinsam sorgen wir nun dafür, dass alles vorhanden ist, was für einen reibungslosen Klinikbetrieb erforderlich ist“, sagt Oliver Hösch.
„Für diese Phase planen wir einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten ein. In dieser Zeit werden wir dann auch den Probebetrieb simulieren, Testläufe durchführen und die Prozesse weiter optimieren.“
Welche Leistungen werden in der Klinik dauerhaft angeboten?
Die Klinikreform ist noch nicht in trockenen Tüchern. Also steht auch noch nicht fest, welche medizinischen Leistungen in Öhringen dauerhaft angeboten werden. Fakt ist: Das Hohenloher Krankenhaus bleibt, was es seinem Namen nach ist: eine vollwertige Klinik. Das bisherige Leistungsspektrum zieht auf jeden Fall um. Dies hat die BBT-Gruppe auch so beantragt beim Land, das die Krankenhausplanung managt. Erst Ende 2026 sollen die finalen Leistungsgruppen fixiert sein.
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