Bau der Grundschule Amrichshausen ist in den letzten Zügen
Im Künzelsauer Teilort Amrichshausen steigt die Vorfreude: Am 20. März soll nach rund einem Jahr Bauzeit der Umzug in die neue Grundschule stattfinden.

Egal wohin einen der Weg durch das neue Schulgebäude in Amrichshausen führt: Es riecht nach Holz. Und nicht nur der angenehme Duft, auch die Wärme, die von den Holzwänden ausgeht, das Licht, das durch die großen Fenster hereinströmt, schaffen Wohlfühlatmosphäre. Schon bald sollen die Flure und Räume dann auch mit Leben gefüllt sein, denn der Umzug der Grundschüler ist bereits am 20. März terminiert.
Die Vorfreude auf die neue Grundschule in Amrichshausen ist groß
„Die Kinder sind total heiß darauf, endlich ihre neue Schule zu beziehen“, berichtet Rektorin Daniela Kaiser. „Die Viertklässler sind sogar ein bisschen traurig, dass sie nur noch für kurze Zeit hier sein werden“, sagt sie. Insgesamt 90 Schüler besuchen die Amrichshäuser Grundschule in vier Klassenstufen, sie werden aktuell in Containern am westlichen Ortsrand unterrichtet. „Die neuen Räume eröffnen uns auch pädagogisch viele Möglichkeiten“, betont Kaiser. „Es ist mir wichtig, dass mit dem Neubau nicht nur ein Platz entsteht, an dem Wissen vermittelt wird, sondern ein Ort, an dem gelebt wird, an dem sich die Kinder wohlfühlen und an dem die Persönlichkeit und das soziale Miteinander geprägt wird.“

Auf zwei Geschossen und 1560 Quadratmetern Nutzfläche gibt es Inklusionsräume, einen Kreativraum, eine Schülerbibliothek, Mensa, vier Klassenzimmer mit Lerninseln immer zwischen den Räumen, und einen großen Bewegungsraum. Letzterer kann auch für Schulaufführungen und Versammlungen, vom benachbarten Kindergarten wie auch von der Dorfgemeinschaft, etwa für Seniorensport oder Krabbelgruppen und ähnliches genutzt werden. „Nicht jedoch für Partys“, wie Julia Knobel betont, die stellvertretende Leiterin im für Schulen zuständigen Amt bei der Stadt Künzelsau. Ein Aufzug sorgt für barrierefreien Zugang zum Obergeschoss, eine PV-Anlage auf dem Dach versorgt unter anderem die Wärmepumpe mit Strom.
Letzte Handgriffe am Neubau der Grundschule Amrichshausen
Ein paar Dinge sind aber noch zu erledigen. „Die Restarbeiten finden im Lauf des Februars statt“, sagt Tobias Knülle, Geschäftsführer der Komminvest GmbH & Co. KG, die für das Gebäude in Modulbauweise verantwortlich zeichnet. Das seien vor allem Kleinigkeiten, wie letzte Handgriffe an Elektronik, Sanitär und Heizung, hier und da eine Sockelleiste nachbessern, dort eine Türe einstellen oder eine Fuge ziehen. Feinschliff eben. Das Geländer im Treppenhaus wird noch installiert, außen wird die Fassade fertiggestellt. „In den nächsten Wochen kommen dann auch die Möbel“, sagt Tobias Knülle. Die Außenanlagen folgen dann bis Ende April – also pünktlich bis zur offiziellen Einweihung mit Tag der offenen Tür am Freitag, 8. Mai.
Ein Jahr etwa hat der Neubau in dem Künzelsauer Teilort gedauert
Ein Jahr hat der Neubau letztlich gedauert – vom Spatenstich Mitte März 2025 bis zum geplanten Einzug der Schüler Mitte März dieses Jahres. Das ist vor allem dank der modularen Bauweise möglich. Dabei ist das Gebäude aber nicht nullachtfünfzehn, wie die Stadt bereits zu Anfang der Überlegungen eines Neubaus betonte. Auch Modulbauten können auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Teilweise hat sich die Stadt dabei für höhere Standards entschieden: etwa bei der Fassade, die in besonders witterungsbeständigem Lärchenholz ausgeführt wird, bei der Dämmung der Gebäudehülle, die den KfW40 Energie-Standard erfüllt. Auch größere Glasscheiben im Gebäudeinneren oder ein größeres Vordach zählen dazu. Durch diese und weitere Verbesserungen und Wünsche der Schulleitung und der Stadtverwaltung ergab sich eine Kostensteigerung über 250 000 Euro auf eine Gesamtsumme von 7,85 Millionen Euro.
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