Winter geht, Weihnachtsmarkt Waldenburg kommt

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Waldenburg - Regen hat die Wihnachtsstimmung auf dem Waldenburger Weihnachtsmarkt etwas getrübt. Dabei lag noch vor wenigen Tagen eine dicke Schneedecke. Die Standbesitzer und Besucher haben sich aber darauf eingerichtet: jeder auf seine Art

Von unserem Redakteur Peter Hohl


 


 

Waldenburg - Schwere Tropfen trommeln aufs Hüttendach, draußen pfeift ein böiger Wind. Doch Ute Werner und Torsten Trappe haben es "richtig kuschelig" in ihrem Stand auf dem Waldenburger Weihnachtsmarkt. Aus Erfahrung vom vorangegangenen Wochenende in Maulbronn klug geworden, haben sie eine Gasheizung aufgestellt.

Dabei hat sich der Winter nach einem kurzen, aber heftigen Gastspiel vorerst aus den Waldenburger Bergen zurückgezogen. Graue Reste am Straßenrand lassen ahnen, wie hoch vor wenigen Tagen der Schnee lag.

Manfred Schlegel aus Bauersbach dreht seine Runde in dem Hüttendorf und schaut sich dabei auch die Filzkunstwerke von Ute Werner an. Bummeln und "etwas einkaufen" hat er auf dem Programm stehen. Wobei: Das mit dem Einkaufen auf dem Weihnachtsmarkt ist nicht unbedingt seine Sache. Doch: "Frauen finden immer was", sagt er und blickt grinsend zurück über seine Schulter.

Lob fürs Konzept

Der Waldenburger Weihnachtsmarkt mit seinen rund 50 Ständen ist überschaubar, die Besucher werden auf einem Weg rund ums Rathaus geführt. "Das haben die ganz gut gelöst hier", lobt Ausstellerin Ute Werner das Konzept.

Auch im Rathaus selbst gibt es was zu sehen - und natürlich zu kaufen. Sigrid Bruch ist ganz angetan von einem bunten und vielgestaltigen Angebot an Glasperlen. "Das ist ein ganz toller Stand", schwärmt die Waldenburgerin. Immer wieder lässt sie die gläsernen Kunstwerke durch die Finger gleiten, während sich Gatte Peter nach Männerart geduldig in der zweiten Reihe hält.

Jürgen Schmidt lockt die Marktbesucher an den Stand des Albert-Schweitzer-Kinderdorfs, wo Kinder und (Groß-)Eltern über offenem Feuer Stockbrot backen. Den Teig haben die jungen Bewohner des Kinderdorfs selbst gemacht, berichtet Schmidt, während er sich die Hände überm Feuerkorb wärmt.

Nikolaus zu Besuch

Wärmendes in flüssiger Form gönnen sich Felix, Michael, Philipp, Thomas und Tobias. Das Quintett aus dem Salltal trinkt ein Schnäpschen am Stand der Freunde historischer Landmaschinen. "Weihnachtsmarkt gehört zum Standardprogramm", verkünden die fünf jungen Männer froh gelaunt.

Zum Standardprogramm gehört auch der Besuch des Nikolaus", der freigebig Geschenke an die kleinsten Marktbesucher verteilt. Viele greifen gerne zu, doch manchen erscheint der große Mann mit dem weißen Rauschebart nicht ganz geheuer. "Das ist ein ganz lieber Nikolaus", ermuntert Bürgermeister Markus Knobel ein Mädchen, seine Scheu zu überwinden.

 
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