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Zweiflingen

Wilhelm Abel hat Zweiflingen geprägt

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Der Zweiflinger Altbürgermeister Wilhelm Abel ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Die Trauerfeier findet am 1. September in der Kilianskirche in Orendelsall statt.

Von Bettina Hachenberg
Viel Anerkennung und Geschenke wie vom Öhringer Amtskollegen Jochen K. Kübler (li.) gab es für Wilhelm Abel bei seiner Verabschiedung 2002.
Foto: Archiv/Kümmerle
Viel Anerkennung und Geschenke wie vom Öhringer Amtskollegen Jochen K. Kübler (li.) gab es für Wilhelm Abel bei seiner Verabschiedung 2002. Foto: Archiv/Kümmerle  Foto: Kümmerle

36 Jahre bis zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand im Mai 2002 hat er als Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde Zweiflingen gelenkt. Am vergangenen Samstag ist Wilhelm Abel nach langer Krankheit im Alter von 80 Jahren gestorben. Die Zweiflinger trauern um einen Mann, der sich mit großem Engagement für die kleinste Gemeinde im Hohenlohekreis und ihre Bürger eingesetzt hat.

Dem amtierenden Rathauschef Klaus Gross ist es gestern am Telefon im Gespräch mit der HZ anzumerken, wie nahe ihm der Tod seines Vorgängers geht. Zwölf Jahre war Gross in der Rathausverwaltung in Zweiflingen tätig, bevor er zum Nachfolger Abels gewählt wurde und der damals 65-Jährige das Steuerruder an ihn übergab. Geradlinig, ehrlich, zielstrebig, willensstark und gleichzeitig bescheiden habe Abel für die Arbeit zum Wohl der Gemeinde und für seine Familie gelebt. "Das Schaffen war seine Welt." Vorausschauend habe Abel gehandelt und sich nie verbiegen lassen. "Wenn er von etwas überzeugt war, ist er vorausgelaufen und war das Zugpferd." Und er habe eines nach dem anderen gemacht: "Das hat ihn ausgezeichnet."

Für Selbstständigkeit gekämpft

Wilhelm Abel
Foto: Archiv/Herwerth
Wilhelm Abel Foto: Archiv/Herwerth  Foto: Herwerth

Ob Sanierung und Entwicklung der Ortsteile, Bau von Sporthalle und Sportplatz, Ausbau von Wasserversorgung und Abwasserentsorgung - so vieles habe Wilhelm Abel in seinen 36 Jahren als Rathauschef in Zweiflingen auf den Weg gebracht, dass dies in eine Rangliste zu bringen schwierig sei. Aber eines ragt für Gross besonders heraus: "Die Selbstständigkeit der Gemeinde Zweiflingen ist sein großer Verdienst." Mit aller Kraft habe Abel im Zuge der Kommunalreform für diese Selbstständigkeit gekämpft und dies mit Erfolg. So kamen 1972 noch Orendelsall und Westernbach zur Gemeinde Zweiflingen, zu der weiter die Ortsteile Eichach, Friedrichsruhe, Pfahlbach und Tiefensall gehören. Einen seiner größten Wünsche hat er noch am Ende seiner vierten Amtszeit angegangen: den Rathaus-Neubau in Zweiflingen.

Kein Mann der großen Worte

Mit 28 Jahren hatte Wilhelm Abel, der in Mainhardtsall geboren wurde, im Mai 1966 sein Amt als Bürgermeister in Zweiflingen angetreten. Bei vier Wahlen hatten ihm die Bürger mit großer Mehrheit ihr Vertrauen ausgesprochen. Ein Mann der großen Worte und der von sich viel Aufhebens machte, war Abel nie. Dies zeigt auch seine Kurz-Ansprache nach den vielen ehrenden Worten bei seiner mehrstündigen Verabschiedung 2002: "Dank an alle. Damit wollen wir es beenden lassen. Das war's."

Wilhelm Abel hinterlässt seine Frau Renate und seine Tochter mit Familie. Die Trauerfeier findet am Samstag, 1. September, um 13 Uhr in der Kilianskirche in Orendelsall statt.

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