Werner Beck beeindruckt den Bundespräsidenten

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Der Forchtenberger arbeitet in fünf Ehrenämtern und als Touristenführer für seine Heimatstadt

Werner Beck im Vereinsheim der Turngemeinde Forchtenberg. Seit 40 Jahren kümmert er sich hier um die Bewirtung der Mitglieder und Gäste.Foto: Hagen Stegmüller
Werner Beck im Vereinsheim der Turngemeinde Forchtenberg. Seit 40 Jahren kümmert er sich hier um die Bewirtung der Mitglieder und Gäste.Foto: Hagen Stegmüller

Forchtenberg Es musste ja so kommen. Am 5. März 1942 wurde Werner Beck im Haus neben dem Forchtenberger Rathaus geboren. 33 Jahre später machte ihm Bürgermeister Martin Tuffentsammer das Angebot, bei der Stadt die hauptamtliche Stelle des Kassenverwalters zu übernehmen. Vom Nachbarhaus ins Rathaus - bei dieser Aussicht musste Beck nicht lange überlegen und willigte ein. Nach 32 Jahren Dienst ist Beck nun Ende März aus seinem Amt geschieden.

Es liegt nicht unbedingt an Werner Becks früherer Arbeitsstelle, dass fast jeder Forchtenberger den 65-Jährigen kennt. Der gelernte Industriekaufmann und frühere Gemeinderat erfüllt fünf Ehrenämter mit Leben. Seit 40 Jahren leitet der ehemalige Faustballer das TG-Vereinsheim, schenkt Essen und Getränke aus. Als Rettungsschwimmer ist er Stützpunktleiter der DLRG. Im Krankenpflegeverein, im TG-Förderverein und beim Heimat- und Bildhauer-Kern-Verein ist er Kassenwart. Und als Stadtführer hat er schon tausenden Touristen und Einheimischen die Sehenswürdigkeiten Forchtenbergs näher gebracht.

Als Werner Beck an seinem 65. Geburtstag zum Briefkasten ging, fand er dort einen schlichten Briefumschlag. Absender: der Bundespräsident. „Viele Menschen in Ihrer Umgebung sehen mit Dankbarkeit und Hochachtung auf Ihre Leistungen“, schreibt Horst Köhler in dem Brief, den er selbst unterschrieben hat. Beck habe sich mit großem Einsatz um seine Mitbürger in Forchtenberg gekümmert und das kulturelle Leben in seiner Heimat gefördert. Der Bundespräsident beendet seinen Dankesbrief mit den Worten: „Ich wünsche Ihnen weiterhin ein erfülltes Leben und alles erdenklich Gute.“

Als Werner Beck noch im Rathaus arbeitete, tauchten immer wieder Fragen und Probleme auf. „Der Werner macht’s“, hieß es dann, denn als gebürtiger Forchtenberger war Beck ein kompetenter Ansprechpartner für so ziemlich alles. „Einmal haben sie mir auch einen Hund vor den Schreibtisch gelegt“, erinnert sich der ehemalige Kassenverwalter. Beck brachte ihn zum Tierschutzverein.

Schwieriger war die Forchtenberger Rebflurbereinigung, die Beck leitete und wo er viele verschiedene Interessen unter einen Hut bringen musste. Dabei kam ihm seine Fähigkeit zu Gute, mit Menschen umzugehen. Ruhig, freundlich, um Ausgleich bedacht - ein böses Wort haben die Forchtenberger aus Werner Becks Mund noch nicht gehört.

Nun beginnt der Ruhestand. Wie fühlt man sich da? „Ich weiß nicht, bis jetzt war jeden Tag etwas“, antwortet der 65-Jährige. Seine Ehrenämter werde er ja behalten. Wichtig sei, dass man sich weiter körperlich und geistig beschäftige. Gelegenheit dazu hat er jede Woche im Ingelfinger Hallenbad. Dort bringt er Kindern das Schwimmen bei.

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