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Weinkellerei Hohenlohe will starke Produkte stärker machen

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Die Weinkellerei Hohenlohe legt bei ihrer 68. Generalversammlung ein ordentliches Ergebnis vor. Mit dem 2018er-Jahrgang hat die Genossenschaft einen "Traumherbst" im Keller.

Von Juergen Koch
Dass sich die Genossen mit der Fürstenfass-Weinkellerei Hohenlohe identifizieren zeigt sich auch an den durchweg einstimmigen Beschlüssen.
Fotos: Juergen Koch
Dass sich die Genossen mit der Fürstenfass-Weinkellerei Hohenlohe identifizieren zeigt sich auch an den durchweg einstimmigen Beschlüssen. Fotos: Juergen Koch  Foto: Koch, Jürgen

"Wir sind Fürstenfass" - eine klare Mehrheit für einen Aufkleber mit diesem Slogan zeigte bei der Generalversammlung der Weinkellerei Hohenlohe (WKH), dass sich die Wengerter mit ihrer Genossenschaft identifizieren. Dass dieses Wir-Gefühl auch in Qualität und erfolgreichen Geschäften wurzelt, das belegte Vorstandsvorsitzender Reinhold Fritz am Mittwoch den 199 stimmberechtigten Genossen mit Zahlen und Fakten. Die können sich trotz des stark umkämpften Marktes mit weiter rückläufigem Weinkonsum sehen lassen. "Trotz leicht rückläufigem Umsatz, ist unser Ergebnis als ordentlich zu werten", bilanzierte Fritz das Geschäftsjahr 2017/18.

Neuheiten

4,72 Millionen Liter Wein hat die WKH im Geschäftsjahr 2017/18 abgesetzt, 528 000 Liter weniger als im Vorjahr. Ein Minus, das Fritz auf die "kleine Ernte im Frostjahr 2017", die "Intensivierung des Wettbewerbs" und eine "umfangreiche Sortimentsbereinigung bei den bisherigen Heuholzer Weinen" zurückführte. Der meiste Wein wird mit 2,6 Millionen Flaschen erneut in Württemberg abgesetzt.

Reinhold Fritz ging auch auf den Wechsel im Keller von Hartmut Reichert zu Marc Schmitgall ein. Dem im Dezember 2018 nach gut 18 Jahren ausgeschiedenen Reichert bescheinigte er einen "wesentlichen Anteil am guten Ruf unserer Fürstenfass-Weine".

Marschrichtung für Marketing

"Starke Produkte stärker machen, neue Märkte erschließen, mit Innovationen im Gespräch bleiben und die Kommunikation verstärken" - so skizzierte Reinhold Fritz die Marschrichtung für Vertrieb und Marketing. Als Beispiele nannte er zwei Neuheiten: einen Silvaner Muschelkalk trocken aus selektierten Trauben vom Ingelfinger Kocherberg und den fruchtigen Schiller "Apatura" aus Muskateller und Trollinger. Außerdem werde in "wenigen Wochen" die neue Homepage freigeschaltet, die die Marke Fürstenfass und die Region Hohenlohe in den Fokus rücke.

Mittelfristige Ziele

Auch die Wengerter wie hier Wolfgang Haas hatten bei der Lese des Traumjahrgangs 2018 viel Freude.
Auch die Wengerter wie hier Wolfgang Haas hatten bei der Lese des Traumjahrgangs 2018 viel Freude.  Foto: Koch, Jürgen

Als "mittelfristige Ziele" strebt Fritz erneut "die Erhöhung der Eigenvermarktung um mindestens 300 000 Liter, die Erhaltung der Rebfläche und eine stabile Auszahlungsleistung" an. Seine Prognose: "Aufgrund unserer langjährig erfolgreichen Qualitäts- und Markenstrategie gehen wir auch weiterhin von einer gleichbleibenden stabilen Entwicklung aus." Zufrieden zeigte sich Fritz mit dem aktuellen Geschäftsjahr. So liegen Ende Februar 2019 die 1,46 Millionen Liter Absatz und 5,08 Millionen Euro Umsatz im Eigengeschäft (ohne Discount und Offenwein) gut ein Prozent über Vorjahr.

Sehr hohe Qualität

Den 2018er-Jahrgang bezeichnete der WKH-Chef als "Traumherbst mit guten Erträgen und sehr hohen Qualitäten". Insgesamt wurden 7,3 Millionen Kilo Trauben (Vorjahr 5,3) mit einem durchschnittlichen Mostgewicht von 88,7 Oechsle (Vorjahr 80) geerntet. Gut für 5,86 Millionen Liter Wein (Vorjahr 4,37). Als großen Erfolg wertete er das "hervorragende Ergebnis" bei der Landesweinprämierung als "Ehrenpreisträger" mit 122 Medaillen.

Bilanz präsentiert

Die Bilanz präsentierte Vorstandsmitglied Eberhard Brand. Im Geschäftsjahr 2017/18 hat die Weinkellerei Hohenlohe 3,43 Millionen Liter Wein, Sekt und Most im Eigengeschäft (Vorjahr 3,69) verkauft und damit 10,03 Millionen Euro (Vorjahr 10,48) erlöst. Pro Liter kassierte sie im Schnitt 2,92 Euro (Vorjahr 2,84).

Im Kostenvergleich liegt die WKH mit Erzeugungskosten von 1,45 Euro pro Liter (Vorjahr 1,47) deutlich unter dem Verbandsschnitt vergleichbarer Betriebe (1,50 Euro).

 
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