Von der Substanz gelebt

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Vorstand der Kreishandwerkerschaft für weitere drei Jahre bestätigt

Von Tanja Kampe
Ulrich Bopp (links) gratuliert dem Vorstand: Gerhard Feuchter, Rolf Stephan, Willi Günter, Rainer Biedermann, Ulrich Stein und Walter Frank .Foto: Tanja Kampe
Ulrich Bopp (links) gratuliert dem Vorstand: Gerhard Feuchter, Rolf Stephan, Willi Günter, Rainer Biedermann, Ulrich Stein und Walter Frank .Foto: Tanja Kampe

Hohenlohe - „Wie müssen auch künftig an einem Strang ziehen“, appellierte Ulrich Stein nach seiner Wiederwahl zum Kreishandwerksmeister an die anwesenden Obermeister. „Nur wenn wir Hand in Hand arbeiten, können wir künftig etwas bewirken.“

Bei der Obermeisterversammlung im Park-Hotel Ilshofen waren 17 Obermeister der insgesamt 18 Innungen aus der Region vertreten. Überraschungen gab es bei der Wahl von Vorstandschaft und Rechnungsprüfern nicht.

Bestätigt Zur Verfügung gestellt hatten sich Ulrich Stein (Kreishandwerksmeister), Rainer Biedermann (Stellvertreter), Gerhard Feuchter, Willi Günter, Rolf Stephan, Siegfried Hespelt und Walter Frank (alle Vorstand), sowie Horst Philipp und Walter Wirsching als Rechnungsprüfer. Sie alle wurden für weitere drei Jahre in ihren Ämtern und Funktionen bestätigt. Im Rückblick, so Ulrich Stein, sei das vergangene Jahr sehr erfolgreich gewesen. Besonders lobte er den Erfolg der Broschüre „Ausbildung im Handwerk“, die unterschiedliche Ausbildungsberufe der Innungen vorstellt und Ausbildungsbetriebe nennt. „Das Heft wurde in den Haupt- und Realschulen im Landkreis Hall verteilt, bis heute haben wir schon über 100 Anfragen erhalten.“ Ab dem neuen Schuljahr soll das Heft auch im Altkreis Künzelsau verteilt werden.

Herbert Bay (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft) war mit dem vergangenen Jahr sehr zufrieden: „Wie haben ein gutes Jahresergebnis, alle Haushaltstitel wurden einhalten und erstmals ein positiver Abschluss erreicht.“ Der neue Haushaltsplan berücksichtigt eine Erhöhung der Innungsbeiträge um etwa sieben Prozent, was unter den Anwesenden eine lebhafte Diskussion auslöste. „Diese Anpassung ist notwendig, um den Regularien der Handwerkskammer zu entsprechen“, erläuterte Bay.

Man habe in den letzten Jahren von der Substanz gelebt und müsse sich nun ein neues finanzielles Polster schaffen. „Im Landesdurchschnitt liegen wir aber noch weit unter den üblichen Beiträgen.“ Manche Obermeister sahen diese Erhöhung dennoch als unverhältnismäßig an und fürchteten, sie könne Betriebe zum Austritt aus der Innung anstiften. Kritisiert wurde, dass die Beitragserhöhung erst jetzt, nach den Innungsversammlungen, bekannt gemacht wurde. „Diese Erhöhung zahlen die Innungen jetzt von ihren Rücklagen; das ist unseren Mitgliedern nur schwer zu vermitteln“, so Hermann Burkard.

Selbstständig Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken appellierte bei der Diskussion an das erklärte Ziel, als Kreishandwerkerschaft selbstständig zu bleiben: „Das geht nur, wenn ein entsprechender Etat zur Verfügung steht.“

Er lobte in seinem Bericht die Kreishandwerkerschaft vor allem für ihre große Zahl an Ausbildungsplätzen. „Bis Ende Juni 2008 gab es 700 neue Lehrverträge, das sind 101 mehr als im Vorjahresmonat. Sie werden Ihrer Ausbildungsverantwortung wahrhaftig gerecht. Bitte schaffen Sie auch weiter so viele Ausbildungsplätze wie möglich.“

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