Vereinsgeschichte in lebenden Bildern
Forchtenberg - Mit einem fantastischen Festzug setzte die TG Forchtenberg den Höhepunkt ihrer 150-Jahr-Feier. Die Jahrzehnte der Vereinsgeschichte paradierten farbenprächtig und phantasievoll inszeniert an hunderten begeisterter Zuschauer vorbei.

Forchtenberg - Mit einem fantastischen Festzug setzte die TG Forchtenberg den Höhepunkt ihrer 150-Jahr-Feier. Die Jahrzehnte der Vereinsgeschichte paradierten farbenprächtig und phantasievoll inszeniert an hunderten begeisterter Zuschauer vorbei. Über 350 Akteure in 27 Motivgruppen mussten unter "Zugabe"-Rufen auch sportliche Höchstleistungen vollbringen. "In der Sonne war es ganz schön warm", berichtete Jungfußballer Hannes Lapp, als der Festzug auf dem Sportgelände angekommen war. "Zum Glück hatten wir Apfelsaftschorle im Bollerwagen", verriet er.
Die Gäste waren gespannt und wurden nicht enttäuscht. Renate Ender, die mit ihren Enkeln Tamara, Leonard und Anna-Marie gekommen war, sagte, die Familie lasse sich "überraschen, was die auf die Füße gestellt haben". Und meinte weiter: "Drei Tage Fest - das ist schon ein Act in Forchtenberg." Dieter Wolpert, der Sicherheitsberater der Zug-Organisatoren um Melanie Mall, zollte der mobilen Sportschau großen Respekt: "Toll, was so ein kleiner Ort zustande bringt!"
Kreativ
Dieter Arnold, ehemaliger Fußballer, freute sich über die kreativen Ideen der Abteilungen. Umrahmt von den Musikvereinen Lampoldshausen und Forchtenberg ließen laufende Bilder und Sporteinlagen die Vereinsgeschichte lebendig werden. Nach dem aktuellen Leitungs-Dreamteam Marco Roth und Uli Nuber kamen die Ehrenvorsitzenden und Ehrenmitglieder und hinter ihnen die sieben Gründerväter des Vereins. In deren Rolle schlüpften Peters Buben.
Die Volleyballer waren auf einem wasserblauen Festwagen als strampelnde Beine zu sehen. Sie symbolisierten das Gauschwimmfest von 1924 im Kocher. Das Eltern-Kind-Turnen erinnerte in Handwerkerkluft an den Turnhallenbau.
Die Faustballabteilung bewies Humor mit ihrem Spruch "Auch im tiefsten Nass macht das Faustballspielen Spaß" zum Hochwasser 1994. Das galt auch beim Einlagespiel zur Festwochenende-Eröffnung am Freitag: Da gingen zwar die Alten Herren mit 3:0 gegen die Faustball-Bundesligistinnen aus Niedernhall unter, waren aber schon beim spritzigen Fassanstich mit Bürgermeister Uwe Gysin wieder obenauf.
Ein Hingucker löste den nächsten ab beim Festzug. Es gab optische, sportliche und kombinierte Meisterleistungen wie die legendären Dreamboys, die Theatertruppe, die Danza dell" Amore-Girls im Lady-Gaga-Style, die Bauchtanzgruppe und die gute Laune versprühenden Step-Aerobic-Tänzerinnen, die mit Live-Auftritten mitten auf der Umzugsstrecke für Furore sorgten.
Wolke
Zum Abschluss entließen die Akteure eine in den Vereinsfarben weiß-rote Luftballonwolke in den blauen Sommerhimmel. Mit ansteckender Begeisterung schlossen sie einen gelungenen Festtag ab, wie Nina Langenecker vom Mädchenturnen erschöpft, aber vergnügt befand: "Es hat Spaß gemacht!"
Der Vereinsvorsitzende Marco Roth schwärmte: "Das war drei Tage ein supertolles Fest!" Das immense Engagement für Festzug, zwei Mega-Musikevents und viel Sport habe sich gelohnt: "Es hat sich wieder mal gezeigt, dass die TG eine Familie ist und zusammenhilft."

Stimme.de
Kommentare