Verbindung zu Polen wird größer
Hohenlohe - Historischer Moment: Öhringen und Neuenstein schließen an einem Tag neue Partnerschaften mit Städten im polnischen Landkreis Kedzierzyn-Kozle.

Nach dem Hohenlohekreis haben nun auch die beiden mit dem Hohenloher Fürstenhaus verbundenen Hohenloher Städte Öhringen und Neuenstein ihre Partner im polnischen Landkreis Kedzierzyn-Kozle. Öhringen mit der gleichnamigen Stadt und Neuenstein mit Wenska-Ries. So wurde aus dem Steg eine tragfähige Brücke.
Verständnis fördern

Ewa Stawska-Bak, stellvertretende Stadtpräsidentin, betonte, dass Freundschaft und Zusammenarbeit Sinn der Partnerschaft seien und eine Chance, Verständnis für die Tradition und Kultur der Partner zu schaffen. Schon die paar Tage in Hohenlohe habe sie gemerkt, dass die Menschen hier sehr offen seien und Freundschaft schließen wollen. "Zwei Städte hunderte Kilometer entfernt, dazu die Sprachbarriere", zählte sie die Hindernisse auf. "Doch das Interesse ist groß und das Wichtigste ist, dass sich junge Menschen treffen, sich Vereine, Jugendgruppen und Schulen austauschen."
Fürst hat Städte zusammengebracht

"Diese Ehrenbürgerschaft müssen wir künftig teilen", sagte Neuensteins Bürgermeisterin Sabine Eckert-Viereckel zwei Stunden später in der Neuensteiner Stadthalle. Eckert-Viereckel sagte, dass nach den mit westlichen Ländern geschlossenen Partnerschaften nun die Zeit gekommen sei, Richtung Osten zu blicken, "zu unseren Nachbarn in Polen." Der Vertrag habe nur wenige Säulen, die aber nicht unterschätzt werden dürften. Es gehe um den Kontakt zwischen den Menschen, darum, die Kultur und Geschichte der Partner zu erfahren. "Und es geht darum, sich der Geschichte zu stellen, auch wenn es mit Scham verbunden sein mag."
Einmalig und unvergesslich

"Ich werde die Unterzeichnung der Urkunde also keinesfalls vergessen, sie ist einmalig", antwortete Eckert-Viereckel ihrem polnischen Kollegen Marian Wojciechowski, der "Bürgermeisterin Sabine von Neuenstein" als Gedankenstütze eine Vase mit beiden Wappen überreichte. Eine Partnerschaftsfahne überreichte Roland Megerle den Gästen. Sie bildete den Hintergrund für das beschwingte Rahmenprogramm, das Stadtkapelle und die Majoretten aus Polen gestalteten.
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