Urzeitliche Riesen lassen Herzen höher schlagen
Dinosaurierausstellung in der Stadthalle zieht vor allem Kinder in ihren Bann

Zuhause vergnügen sich Kinder − vor allem Jungs − mit kleinen Dinosaurier-Figuren von Schleich. Doch in der Ingelfinger Markthalle treten sie am Sonntag in eine aufregende, neue Welt. Die Augen müssen sich erst an das schummrige, nebelige Licht gewöhnen. Unheimliche Geräusche verursachen Gänsehaut. Dann sind sie da: die Dinosaurier. 40 Exemplare in Lebensgröße hat Christoph Fantasia, Organisator der Ausstellung, mit seinem Team aufgebaut.
Beweglich Einige der nachgebauten Dinos können sich sogar bewegen. Zwischen großen Pflanzen sind Triceratops, Edmontosaurus, Canrotaurus und andere Wirbeltiere auszumachen. Allen Kindern ist jedoch nicht wohl. Einige klammern sich an die Hälse der Eltern. In Schleich-Größe sind ihnen die Dinos dann doch lieber.
Julien Baginski (7) aus Neuenstein hat viele Dinobücher zu Hause. Er ist ein großer Fan. "Mein Opa hat mich angesteckt", verrät er. Die Ausstellung findet er gut. "Haben wir gar nicht so schön erwartet", meint er. Einen Überraschungsausflug gab es für Max Bühlmayer (7) aus Neuenstein. Seine Mutter Vaida hat ihn ins Auto gepackt, ohne dass er wusste, wohin es geht. Die Augen leuchten. "Ich habe mich riesig gefreut, als wir hier waren", erzählt er. Angst kennt Max nicht, schließlich hat er daheim alles über die Dinos.
Spannend wird es, als sich ein Dinosaurier plötzlich in Bewegung setzt. Jetzt ist Vorsicht geboten, denn der lange Schwanz wippt hin und her. Immer wieder weichen die überraschten Besucher aus, um nicht getroffen zu werden. Der Dinosaurier öffnet das Maul. Unzählige scharfe Zähne kommen zum Vorschein. An manche Kinder geht er ganz nah mit seinem Gesicht. Die lachen vergnügt.
Doch die Besucher können sich die ausgestorbenen Dinosaurier nicht nur anschauen, auch viele Informationen nehmen sie mit nach Hause. Vor jedem Exemplar liegt eine Tafel, auf der viel Wissenswertes über das Tier steht. Der Edmontosaurus gehört demnach zur Familie der Hadrosauridae. Verbreitet war er in Nordamerika und hatte eine Länge von 13 Metern. Doch auch, wann die Dinos starben, ist zu lesen. Nämlich vor etwa 65 Millionen Jahren, am Ende der Kreidezeit und des Erdmittelalters.
Tanja Pekers ist mit ihrem Mann Michael gekommen. "Ich mag die Dinos, schon früher war ich begeistert", sagt die Künzelsauerin. Ihr Mann ist beeindruckt von den vielen Informationstafeln. Das Herz der Kinder hat ein Baby-Triceratops erobert. Das Kleine steht neben seiner stattlichen Mutter und wird nun von den Kindern gestreichelt. Wer mutig ist, darf sogar auf einem beweglichen Dino reiten. Ziel von Organisator Christoph Fantasia ist es, Begeisterung zu wecken und zu informieren. Sein größter Dino ist zwölf Meter lang und 3,5 Meter hoch. "Den haben wir leider nicht in die Halle bekommen", erzählt er. 15 000 Euro aufwärts kostet ihn die Anfertigung eines Dino-Imitates.
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