Umweltgedanke prägte Verein von Anfang an
Seit 125 Jahren gibt es den Hohenloher Fischereiverein Künzelsau - Großes Fest am Samstag, 1. April, in der Stadthalle

Von Daniela Stolla
Am 27. März 1881 trafen sich Fischerfreunde in Künzelsau zur „Constituierung eines Vereins für die Hebung der Fischzucht im Kocher“. Damit schlug die Geburtsstunde des Hohenloher Fischervereins, damals noch unter dem Namen Fischzuchtverein Künzelsau. Sofort traten 27 Mitglieder ein. Stetig wuchsen die Mitgliederzahlen, bis der Zweite Weltkrieg kam.
Der ging auch an den Hohenloher Fischern nicht spurlos vorüber und die Verhältnisse des Vereins mussten neu geregelt werden. Esgalt, eine neue Mitgliederliste aufzustellen, denn innerhalb der Fischerschaft fand eine wahre Entnazifizierung statt. So erging eine Anordnung, dass Fischer, die Mitglied der NSDAP waren, weder Fischwasser pachten durften, noch Fischerei ausüben. Das galt auch für Mitglieder des Fischereivereins aus Hohenlohe. 1947 wurde dann aus dem Fischzuchtverein der Kreisfischereiverein Künzelsau. Der Verein zählte damals 58 Mitglieder. Heute hat der Verein 346 Mitglieder, dazu kommt eine Jugendgruppe mit rund 50 Kindern und Jugendlichen. Die Mitglieder kommen aus dem gesamten Altkreis Künzelsau, inklusive Forchtenberg. An Kocher und Jagst hat der Fischereiverein Fischgründe im Eigentum oder gepachtet.
Anfang März hat Kurt Metzger nach 18 Jahren die Vorstandsschaft an Jürgen Schierle übergeben, der den Verein in sein Jubiläum führt. Längst geht es beim Fischereiverein um weit mehr als das Hobby Angeln. „Wir haben viele Verbesserungen im Naturschutz erreicht“, erklärt Jürgen Schierle.
So schreibt sich der Verein die Umgehungsrinnen für Fische auf die Fahnen. Eine Einrichtung, damit die Fische um die Wehre herumschwimmen können. Viele Biotope haben die Naturfreunde angelegt. Außerdem treffen sich die Vereinsmitglieder in jedem Frühjahr zu Putzaktionen an den Ufern an Kocher und Jagst.
Auch kümmern sich die Fischer nicht nur darum, die Fische aus Kocher und Jagst zu fischen, sondern sie auch dort einzubringen. Laichplätze werden angelegt, Fische eingebracht und immer wieder haben die Fischer ein Auge auf die Vermehrung.
Einer der Höhepunkte ist seit zehn Jahren das Fischerfest an Christi Himmelfahrt auf dem Forchtenberger Wasen. Hier lädt der Fischereinverein zum gemütlichen Beisammensein, und natürlich darf der Fisch auf der Speisekarte nicht fehlen.
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