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Künzelsau
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"Übungsleiter können viele Impulse mit nach Hause nehmen"

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Das 14. Landeskinderturnfest ist vorbei. Markus Frank aus Mulfingen hatte ein Heimspiel. Und genoss es in vollen Zügen. Der Präsident des Schwäbischen Turnerbunds stand der Stimme am Sonntag vor der Abschluss-Show Rede und Antwort.

Markus Frank
Foto: Reichert
Markus Frank Foto: Reichert  Foto: Reichert, Ralf

Was bleibt für Sie nach der 14. Auflage in Künzelsau am meisten hängen?

Markus Frank: Das Turnfest wird mit der doch großen Hitze in Erinnerung bleiben, aber auch mit der speziellen Verkehrssituation. Die Bergbahn war für viele ein Highlight.

Es gab viele Mitmachaktionen. Wie haben Sie sich als ehemaliger Turner seit Freitag sportlich betätigt?

Frank: Da muss ich mich dezent schämen. Ich war zwar viel unterwegs, aber sportlich nicht aktiv. Aber es war ja hier das Landeskinderturnfest und kein Turnfest für altgewordene Männer.

Was waren Ihre Lieblingsgeräte?

Frank: Am Barren war ich nicht so schlecht, und auch am Pferdsprung habe ich etwas hinbekommen.

Wie war der Besucherzuspruch?

Frank: Es waren sehr viele begeisterte Besucher da. Klar ist die Verweilzeit bei dieser Hitze beschränkt.

Es war heiß. Wie sind die Teilnehmer damit zurechtgekommen?

Frank: Es gab die typischen Sachen wie Kreislauf-Kollapse, weil zu wenig getrunken wurde oder zu viel Sonne im Spiel war. Aber es gab keine ernst zu nehmenden Fälle.

Kinder in Bewegung zu bringen, ist seit der Corona-Pause wichtiger denn je. Müsste es solche Sport- und Turnfeste künftig nicht viel öfter geben?

Frank: Den einjährigen Turnus werden wir beibehalten. Dazu kommen die anderen Feste auf Turngau-Ebene. Für Übungsleiter sind diese Feste auch immer Anlass, Impulse mit nach Hause zu nehmen, wo dann im heimatlichen Verein das Gesehene übernommen werden kann. Ein Turnfest ist in Teilen ein großer Ideenmarkt. Ich hoffe, dass es so bleibt.

Mehr als drei Viertel der 4100 jungen Teilnehmer waren weiblich. Warum tun sich Jungs so schwer damit?

Frank: Gegen Fußball ist es schwer anzukommen. Aber das Turnen bekommt in dem Moment, wo es eine gewisse Klasse hat, schon einen Aha-Effekt, wie: Schau mal, der kann einen Überschlag. Da sind es doch auch Jungs, die mal positiv auffallen. Zunächst ist man gefühlt in der Schublade: Mädchen-Sportart. Es ist auch nicht gesellschaftlich so populär, im Kindesalter schon die Grundlage zu schaffen für späteres Sporttreiben. Dem entgegenzuwirken, ist auch Teil unseres Auftrags als STB. Wir legen mit der Schulung der Grundlagen die Basis für viele erfolgreiche Sportler beider Geschlechter und aller Sportarten. Das schätzen auch die anderen Sportverbände, wenn gute Grundlagen bei den Jugendlichen vorhanden sind.

Das Fest war erstmals in Hohenlohe. Was ist anders als in größeren Städten?

Frank: Für die Helfer ist nichts zu viel. Sie sind vom Spirit gefangen und flexibel. Das ist in größeren Städten so nicht immer der Fall.

Wann kehrt der STB mit dem Event in den Turngau Hohenlohe zurück?

Frank: Die Frage lautet: Ist eine Stadt bereit, das organisatorisch zu leisten und finanziell zu unterstützen? In diesem Sinne: Herzliche Einladung. Wir sind immer auf der Suche nach engagierten Ausrichtern.

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