Triathlon: Keine Bedenken beim Schwimmen im Neumühlsee
Nach dem Blaualgen-Problem: Die Starter des 28. Ziehl-Abegg Triathlons in Waldenburg sorgen sich nicht um die Wasserqualität.

Das Thermometer zeigt 22 Grad, die Sonne scheint und es geht ein leichter Wind − ideale Bedingungen für einen Triathlon. Rund 300 Einzelstarter und Staffelteams wuseln am Sonntagvormittag beim 28. Ziehl-Abegg Triathlon rund um den Neumühlsee, machen Dehn- und Fitnessübungen und bereiten sich auf die 500 Meter lange Schwimmdistanz vor.
Nichts deutet darauf hin, dass bis vor wenigen Tagen vom Baden im Waldenburger Natursee abgeraten wurde. Mitte Juni hatte das städtische Ordnungsamt noch eine hohe Belastung mit Blaualgen (Cyanobakterien)festgestellt. Anfang Juli wurde der See wieder freigegeben.
Die Sportler haben keine Bedenken wegen der Wasserqualität. Michael Scholl geht mit einem Staffelteam an den Start. Eine mögliche Algen-Belastung bereitet ihm keine Sorgen. "Es wurde ja alles gründlich untersucht und darauf verlasse ich mich", sagt der 46-Jährige aus Schwäbisch Hall. Scholl ist ein "alter Hase" beim Ziehl-Abegg Triathlon. Schon mehrmals war er mit einer Staffel dabei, im Einzelwettbewerb konnte er sogar schon gewinnen. Am Sonntag springt er als Trainer bei einem Jugendteam ein. Mit Nicklas (13) und Thorben (11) wagt er sich ins 23 Grad kalte Wasser.
Der Ziehl-Abegg Triathlon hat viele Fans

Hanna May geht mit der Startnummer 337 ins Rennen. Die Sportlerin ist Teil des Staffelteams "Tick, Trick und Daisy" vom Berufskolleg Waldenburg. Sie gibt zu: "Vor zwei Wochen hatte ich noch Bedenken, als der See gesperrt war. Aber inzwischen hat es ja ordentlich geregnet. Deshalb sehe ich das jetzt ganz entspannt." May betreibt seit zehn Jahren Wettkampfsport, allerdings ist sie meistens in einem Schwimmbecken unterwegs. "Da findet man den See immer ein wenig eklig", sagt sie mit einem Augenzwinkern.
Der Ziehl-Abegg Triathlon hat viele Fans. Einer von ihnen ist Jochen Heberlin aus Heilbronn. Der 61-Jährige ist froh, dass der Dreikampf in diesem Jahr stattfindet. "Ich hoffe, dass man für die Blaualgen-Problematik in Zukunft eine Lösung findet", sagt Heberlin.
Wie bei allen Badeseen üblich, führt das Gesundheitsamt weiterhin regelmäßige Beprobungen des Neumühlsees über die gesamte Badesaison hinweg durch, um die Güte des Wassers zu überprüfen.

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