Traum vom Schwimmen zwischen Langenburger Baumwipfeln
Das Mawell-Resort in Langenburg soll weiter wachsen. 15 Millionen Euro an Ausgaben sind für eine Schwimmrinne in luftiger Höhe geplant. Das Regierungspräsidium prüft das Vorhaben noch.

Seit sechs Jahren schreibt das Mawell Resort in der 1800-Einwohner-Stadt Langenburg eine Erfolgsgeschichte. Im vergangenen Jahr zählte es insgesamt 70.000 Besucher, inklusive Day Spa, und 37.400 Übernachtungen - Tendenz steigend. Inhaber und Investor Wolfgang Maier hat bereits viel investiert, plant aber noch mehr. Nicht nur das Restaurant ist um 50 Plätze erweitert worden.
Tägliche Lasershow um 18.30 Uhr
Auch der Wellnessbereich ist um eine große Eventsauna mit dem Dorfplätzle erweitert worden. Täglich um 18.30 Uhr gibt es dort eine Lasershow, ein kleines Feuerwerk und Musik. Einen Stock tiefer wird zum "Waldatmen" eingeladen. Die mehr als 500 Meter lange Wegstrecke führt, ohne in den Hang einzugreifen, in die Baumwipfel hinein. Ein Hotelanbau mit 28 weiteren Zimmern soll bereits bis Dezember bezugsfertig sein. Damit steigt die Bettenkapazität auf insgesamt rund 280.
Bis Ende des Jahres werden auf dem Areal 30 Millionen Euro verbaut. Weitere 15 Millionen sollen in den nächsten Jahren folgen. Sie werden unter anderem in die geplante "Baumwipfel-Schwimmrinne" investiert - ein wahrhaft mutiges Projekt. Vorgesehen ist eine etwa 270 Meter lange und 2,5 Meter breite Holzrinne, die in einem neuen Hallenbad beginnt und sich mit leichter Strömung in bis zu 30 Metern Höhe zwischen Baumwipfeln hinaus ins Jagsttal und wieder zurück schlängelt. Über dem neuen Hallenbad sind zudem einige exklusive Zimmer geplant. Maximal 300 Betten soll das Mawell nach dieser weiteren Ausbauphase zählen.
Noch kein grünes Licht von allen Seiten
"Mit der Stadt Langenburg und dem Landratsamt ist alles durch", fasst Maier die Genehmigungsphase zusammen. Das Sonderprojekt "Baumwipfel-Schwimmrinne" ist dennoch noch nicht in trockenen Tüchern. Trotz eines umfangreichen Umweltgutachtens, das klare Grenzen aufzeige, die Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt berücksichtige und Ausgleichsmaßnahmen einplane, sei man mit den Forstfachleuten des Regierungspräsidiums und dem Regionalverband noch nicht einig.
Unter anderem geht es um einen größeren Abstand des Baues zum FFH-Gebiet. Dennoch gibt sich der Unternehmer zuversichtlich. "Die offenen Fragen müssen jetzt einfach abgearbeitet werden", so Maier. Aber auch wenn alle Seiten grünes Licht geben, braucht die weitere Planung noch Zeit: Frühestens im Jahr 2021 rechnet der Investor mit dem Baubeginn.
Haupteinzugsbereich liegt im Umkreis von 250 Kilometer
Mittlerweile ist das Mawell, das anfangs auch als Tagungshotel beworben wurde, ausschließlich als Wellnessresort ausgerichtet. Maier: "Jetzt konzentrieren wir uns allein auf die Gäste, die den Wellnessbereich voll ausnutzen und die ganze Anlage von früh bis spät genießen wollen." So laufe alles gleichmäßiger und gemütlicher ab, ergänzt Hoteldirektor Felix Bernauer. Der Haupteinzugsbereich des Resorts liegt laut Geschäftsleitung immer noch in einem Umkreis von rund 250 Kilometern, obwohl dessen Ruf weit darüber hinaus halle, so Bernauer.
Er geht deshalb auch von weiter steigenden Übernachtungszahlen in dem bereits zu 81 Prozent ausgelasteten Haus aus. Besonders beliebt sei das Mawell bei weiblichen Gästen. "Deren Anteil liegt bei bis zu 85 Prozent", betont Bernauer. Auch die Zahl der Mawell-Mitarbeiter ist gestiegen. Der Stamm ist inzwischen auf rund 150 Beschäftigte angewachsen.
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