Stiftung unterstützt Nachbarschaftszentrum
Seit vielen Jahren fließt Geld aus dem Nachlass von Paula Döbele in Projekte der evangelischen Kirchengemeinde

Öhringen - Seit 20 Jahren werden mit den Zinsen aus der Stiftung Paula Döbele Einrichtungen der evangelischen Kirche im Altkreis Öhringen unterstützt. Hunderttausend Euro hat die Stiftung in dieser Zeit ausgeschüttet. Kürzlich erhielt das Nachbarschaftszentrum Hunnenstraße einen Scheck über 1500 Euro.
„Die Stiftung war immer da, wenn’s gebrannt hat“, bedankt sich Pfarrer Hans-Martin Bauer beim Stiftungsvorstand. Der wurde bei der Scheckübergabe vertreten durch Bernd Kaufmann und Klaus Kinkel. Sparkassendirektor Kaufmann ist Kraft seiner Profession und der frühere Cappelrain-Leiter Kinkel als Persönlichkeit des öffentlichen Lebens im Vorstand der Stiftung aktiv.
Die 1500 Euro sind Zinsen aus dem Vermögen, das Paula Döbele „vorausschauend angelegt“ hatte, sagt Kaufmann voller Respekt. Die Tochter der alteingesessenen Öhringer Holz- und Kohlenhandlung hatte nach dem Tod ihres Vaters das Geschäft zusammen mit ihrem Bruder Wilhelm jun. bis in die 70er Jahre weitergeführt. In ihrem Testament bestimmte die kinderlose Wohltäterin, dass ihr Vermögen einem sozialen Zweck zugeführt werden solle.
Die Stiftung startete 1986 mit einem Kapitalbestand von 200 000 Mark. Mit den Erträgen des Stiftungsvermögens wurden und werden bedürftige Kinder und Personen im Altkreis Öhringen unterstützt. In den vergangenen 20 Jahren seien so insgesamt 100 000 Euro ausgeschüttet worden, berichtet Sparkassendirektor Kaufmann.
Die evangelische Kirche war und ist primärer Nutznießer. 4000 Mark, die sie vor acht Jahren erhielt, bildeten den Grundstock für das Familienbüro. „Ohne Döbele gäbe es diese Sachen nicht“, deutet Pfarrer Bauer auf das Gebäude an der Hunnenstraße, das auch einen Kindergarten beherbergt. Der Stiftungsbetrag von 1500 Euro ist schon fest verplant: Ein Jugendraum soll eingerichtet werden.
„Wir brauchen Unterstützung für das Mehrgenerationenhaus“, fügt Brigitte Arnold von der Verwaltung des Nachbarschaftszentrums hinzu. Für dieses ehrgeizige Unterfangen hat man vor zwei Wochen aus Berlin grünes Licht und Fördermittel von 40 000 Euro signalisiert bekommen. Für das Projekt hofft die evangelische Kirche auf weitere Unterstützung von der Döbele-Stiftung. Zum Zeichen der Dankbarkeit könne die Kirche dem Mehrgenerationenhaus den Namen der Stifterin geben, regt Kinkel an.
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