Singen, spielen und Kasatschok tanzen
Aus vollem Herzen singen Noah, Sarah und Grete ein Solo. Drumherum sitzen jede Menge Chorkinder, die ganz still den drei Zweitklässlern lauschen. Die Chorprobe fürs Weihnachtssingspiel der Neuensteiner Schule läuft am vergangenen Freitagvormittag auf Hochtouren.

Aus vollem Herzen singen Noah, Sarah und Grete ein Solo. Drumherum sitzen jede Menge Chorkinder, die ganz still den drei Zweitklässlern lauschen. Die Chorprobe fürs Weihnachtssingspiel der Neuensteiner Schule läuft am vergangenen Freitagvormittag auf Hochtouren.
Das Stück "Ein großer Tag für Vater Martin" nach Leo Tolstoi bringen die Grundschüler und die Fünftklässler der Gemeinschaftsschule in dieser Woche zweimal zur Aufführung. Dafür, dass morgen und übermorgen alles prima läuft, wurde schon seit Wochen geprobt. Texte und Lieder haben die Kinder mit ihren Lehrern gelernt, Kostüme ausgesucht, Kulissen gebaut und die Technik wollte auch gut vorbereitet sein. 380 Kinder aus 15 Klassen und knapp 20 Lehrer sind an dem Projekt beteiligt.
Gute Organisation
Nicht zum ersten Mal führen die Neuensteiner Schulkinder ein Weihnachtssingspiel auf. Anja Baier, Klassenlehrerin der 2c, erzählt, dass seit über zehn Jahren immer kurz vor Weihnachten in der Schule Theater gespielt wird. Fast 400 singende, spielende, tanzende und musizierende Kinder unter einen Hut zu bringen ist aber nicht ganz einfach und so bedarf es einer sehr guten Organisation. "Wir bereiten uns da in zwei Parallelwelten vor und basteln das alles am Montag zusammen", zeigt sich Projektchorleiterin Dagmar Giehl im Hinblick auf die Generalprobe mit einem Augenzwinkern zuversichtlich.
Während die Chorkinder - von Lehrerin Claudia Lang am Klavier und von Stefan Gründler am Schlagzeug begleitet - ihr Bestes geben und voller Inbrunst ihre Stimmen erheben, sind zwei Stockwerke drüber die Drittklässler zugange. Sie proben ihre Spielszenen. In der 3a trifft man auch auf einige Tänzer. Die neunjährige Nicole erzählt: "Es ist ein russischer Tanz." Ihre Klassenlehrerin Heike Münch ergänzt, "es ist ein Kasatschok". Und weil zu einem temperamentvollen Kosakentanz eben auch spektakuläre Figuren gehören, zeigen die Schüler, was sie fürs Weihnachtssingspiel eingeübt haben: Flugs formieren sich acht Mädchen und Jungen zu einer Menschenpyramide und strahlen dabei fröhlich um die Wette.
Wichtige Aufgaben
Gern erzählen einige Drittklässler dann auch von ihren Aufgaben beim Singspiel. Gabriel etwa hilft bei der Technik. "Ich sitze da und muss die Leute anstrahlen", berichtet der Neunjährige. Sem erzählt: "Ich freu" mich, dass ich nicht auf der Bühne sitzen muss und dass mich nicht eine Million Augen angucken." Sem, so erläutert die Klasse, sei nämlich die Stimme von Jesus. Susan hingegen steht sehr gern im Rampenlicht. "Es ist schön, dass meine Eltern und meine Schwester zugucken", freut sie sich auf ihren Auftritt in der Stadthalle.
Um die Bedeutung von Schulaufführungen weiß Lehrerin Anja Baier. Die Pädagogin sagt: "Für die Entwicklung der Kinder ist so ein Singspiel wichtig, weil sie den Mut haben müssen vor einer Gruppe Menschen zu stehen und weil sie sich präsentieren müssen. Und das ist auch eine gute Schulung fürs spätere Leben." Und dann ergänzt die Lehrerin noch: "Es gibt viele Kinder, die dadurch ihre Schauspielkunst auch erst entdecken und feststellen, dass es schön ist, auf einer Bühne zu stehen."
Aufführungen
Die Neuensteiner Grundschüler und die Fünftklässler der Gemeinschaftsschule führen das Singspiel am Dienstag, 17. Dezember, und am Mittwoch, 18. Dezember, in der Stadthalle Neuenstein auf. Die Aufführungen beginnen jeweils um 18 Uhr.
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