Stimme+
Künzelsau

Siegerentwurf für neues Würth-Gebäude gekürt

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Ein Büro- und Verwaltungsgebäude mit 375 Arbeitsplätzen entsteht in Gaisbach. Das Stuttgarter Büro Orange Blu Building Solutions ist Gewinner des Architektenwettbewerbs.

von Armin Rößler
Als "Skulptur der Nachhaltigkeit" hat der Siegerentwurf des internationalen Architektenwettbewerbs für den geplanten Würth-Neubau mit seinem 44 Meter hohen Holz-Hybrid-Hochhaus die Jury überzeugt. Animationen: Orange Blu Building Solutions
Als "Skulptur der Nachhaltigkeit" hat der Siegerentwurf des internationalen Architektenwettbewerbs für den geplanten Würth-Neubau mit seinem 44 Meter hohen Holz-Hybrid-Hochhaus die Jury überzeugt. Animationen: Orange Blu Building Solutions  Foto: privat

Als die Adolf Würth GmbH im April im Künzelsauer Gemeinderat ihre aktuellen Pläne für die weitere Entwicklung am Campus Gaisbach mit dem Bau eines bis zu 50 Meter hohen Büro- und Verwaltungsgebäudes vorstellte, stieß das bei den Räten auf positive Resonanz. Vor allem freuten sich die Volksvertreter über das klare Bekenntnis des Weltkonzerns zum Standort Künzelsau. Nachdem jetzt von einer hochkarätig besetzten Jury mit dem Büro Orange Blu Building Solutions aus Stuttgart der Gewinner des internationalen Architektenwettbewerbs für den Neubau gekürt worden ist, sagt Bürgermeister Stefan Neumann, der als Sachpreisrichter an der Entscheidung beteiligt gewesen ist: "Vom Entwurf bin ich begeistert und gratuliere dem Büro zum Gewinn des Architektenwettbewerbs."

Ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag

Das neue Büro- und Verwaltungsgebäude mit Hochhaus soll in unmittelbarer Nähe zur Hauptverwaltung von Würth in Gaisbach entstehen. Es wird rund 375 Arbeitsplätze bieten. Zudem sieht das Bauvorhaben eine Aufwertung der Außenanlagen, insbesondere der Reinhold-Würth-Straße, vor. Die Bauarbeiten werden laut dem Unternehmen voraussichtlich 2024 aufgenommen. Nach Angaben von Sigrid Schneider, Pressesprecherin der Würth-Gruppe, wird es sich bei der Investitionssumme um einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag handeln. Wie bei den anderen Verwaltungsgebäuden am Hauptsitz sei die Nutzung des Neubaus für die Mitarbeiter der Adolf Würth GmbH & Co. KG vorgesehen, dazu zähle auch die Konzernführung der Würth-Gruppe mit ihren Mitarbeitern, die ebenfalls am Standort Gaisbach angesiedelt sind.

"Skulptur der Nachhaltigkeit"

Zum Hochhaus (links) soll sich das neue Verwaltungsgebäude gesellen. Insgesamt entstehen damit am Würth-Campus in Gaisbach 375 Arbeitsplätze.
Zum Hochhaus (links) soll sich das neue Verwaltungsgebäude gesellen. Insgesamt entstehen damit am Würth-Campus in Gaisbach 375 Arbeitsplätze.  Foto: privat

Die Jury unter dem Vorsitz von Architekt Wolfgang Riehle, Ehrenpräsident der Architektenkammer Baden-Württemberg, wählte den Entwurf von Orange Blu Building Solutions mit ihrem Hochhaus als "Skulptur der Nachhaltigkeit" aus insgesamt zwölf eingereichten Arbeiten aus. Den zweiten Platz erlangten Gabriele Schneider Architekten aus Stuttgart, der dritte Platz ging an das Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, ebenfalls aus Stuttgart. Die Büros Blauwerk Architekten aus München und Sacker Architekten aus Freiburg erhielten jeweils eine Anerkennung.

Büroturm: Hybride Holzbauweise überzeugt

In der Begründung des Preisgerichtes heißt es über den Sieger des Wettbewerbs: "Der anspruchsvolle Entwurf von Orange Blu mit seinem 44 Meter hohen Holz-Hybridbau hält gebührend Abstand zu dem Baubestand und fügt sich aus städtebaulicher Sicht mühelos und elegant in die Gesamtanlage ein. Die hybride Holzbauweise des Büroturms überzeugt hinsichtlich der materialgerechten Nutzung und die gestapelten und verschobenen Kuben aus tragendem Holzfachwerk stellen einen interessanten Beitrag zum Thema Bauen mit Holz dar. Die sichtbare Verwendung von Holz im Inneren lassen eine hohe räumliche Atmosphäre erwarten."

Starkes Bekenntnis zum Standort

Bürgermeister Neumann freut sich, dass das Unternehmen mit dem Neubau den Hauptsitz in Künzelsau anspruchsvoll weiterentwickeln möchte und sagt: "Die Tatsache, dass Würth einen internationalen Architektenwettbewerb ausgelobt hat, dokumentiert den hohen Stellenwert, den der neue Gebäudekomplex im Unternehmen hat. Das geplante Büro- und Verwaltungsgebäude ist ein starkes Bekenntnis des Unternehmens zum Hauptstandort Künzelsau." Die Stadt werde das Bauvorhaben "auch weiterhin gerne begleiten und unterstützen".

Neben dem Bürgermeister wirkten Reinhold Würth, Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe, Bettina Würth (Vorsitzende des Beirats), Bernd Herrmann (Mitglied der Konzernführung), C. Sylvia Weber (Geschäftsbereichsleiterin Kunst und Kultur) und Norbert Heckmann (Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG) als Sachpreisrichter an der Entscheidung mit. Am Wettbewerb hatten sich zwölf renommierte regionale, nationale und internationale Architekturbüros unter Einbindung von Landschaftsarchitekten beteiligt.

Baustellen

Bevor voraussichtlich im Jahr 2024 mit den Arbeiten für das neue Büro- und Verwaltungsgebäude auf dem Würth-Campus in Gaisbach begonnen wird, sollen zwei derzeit laufende Bauprojekte längst fertiggestellt sein. Das 70 Millionen Euro teure Innovationszentrum, in dem auf rund 15.000 Quadratmetern modernste Labore und Werkstätten entstehen und rund 250 Arbeitsplätze geschaffen werden, soll im Sommer 2022 eröffnet werden (wir berichteten). Damit will das Unternehmen vor allem die interne Forschung stärken und vorantreiben.

Erst im September war Start für ein weiteres Großprojekt: Nahe dem Innovationszentrum baut Würth ein fünfgeschossiges Parkhaus . Bis Ende 2022 entstehen dort 752 Parkplätze, darunter 48 E-Ladeplätze.

 
Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben