Senioren wollen am Leben teilhaben
Das Seniorenzentrum Schöntal in Westernhausen ist seit Jahren in Planung.

Das Seniorenzentrum Schöntal in Westernhausen ist seit Jahren in Planung. Kurz vor dem Spatenstich stand indes ein Plakat auf dem Baugrundstück mit der Aufschrift "Dieser Standort − Jugendmord". Barbara Griesinger sprach darüber mit Herbert Trudel, dem Geschäftsführer der Hohenloher Seniorenbetreuungs-gGmbH, die das Altenheim führen wird.
Herr Trudel, ist das wirklich der richtige Ort für das Seniorenheim?
Herbert Trudel: Für Schöntal ist das der absolut richtige Standort. Das Alternativgrundstück lag weit außerhalb der Ortschaft. Für die Bewohner des Seniorenzentrums, aber auch für Angehörige und Besucher hätte das weite Wege bedeutet.
Aber offensichtlich machen sich vor allem Jugendliche nun Sorgen, ob das Miteinander auch glückt.
Trudel: Die Jugendlichen haben Angst, dass in der benachbarten Halle ihre Veranstaltungen nicht mehr stattfinden können. Diese Sorge ist ganz unbegründet. Alles soll weiter stattfinden. Die Senioren vertragen so viel Leben. Außerdem sorgen wir für schalldichte Fenster.
Das Plakat macht Ihnen keine Sorge?
Trudel: Gar nicht. Das gehen wir offensiv an. Wir sind sehr daran interessiert, dass Alte und junge Menschen miteinander zu tun haben. Die Nähe zu Schule und Festhalle ist geradezu ideal. Auch in Krautheim gab es vor Jahren ähnliche Bedenken wegen der Nähe des Kindergartens zum Altenheim. Doch das Miteinander hat sich gut eingespielt.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare