Niedrige Zinsen schmälern Ertrag

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Öhringen - Die Volksbank Hohenlohe hat ihr Eigenkapital in den vergangenen zwölf Jahren mehr als verdreifacht. Bei der Vertreterversammlung in der Öhringer Kultura wurde bekannt gegeben, dass die Mitglieder eine Dividende in Höhe von 1,6 Millionen Euro erhalten.

Von unserem Redakteur Ralf Reichert

Die Vertreterversammlung der Volksbank Hohenlohe stimmte am Montagabend in der Öhringer Kultura geschlossen für die siebenprozentige Dividende..Foto: Reichert
Die Vertreterversammlung der Volksbank Hohenlohe stimmte am Montagabend in der Öhringer Kultura geschlossen für die siebenprozentige Dividende..Foto: Reichert

Öhringen - "Sieben Prozent: Das ist in diesen schwierigen Zeiten eine überdurchschnittlich hohe Dividende", sagte Edmund Wahl, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Hohenlohe, bei der Vertreterversammlung am Montagabend in der Öhringer Kultura. Die Anwesenden hatten zuvor grünes Licht gegeben für die Verwendung des Jahresüberschusses von 3,8 Millionen Euro in 2012. Die Rücklagen werden mit 2,2 Millionen aufgestockt, die Mitglieder erhalten eine Dividende in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Das Geld wird an diesem Freitag ausbezahlt.

Prädikat

Die Volksbank Hohenlohe hat ihr Eigenkapital in den vergangenen zwölf Jahren mehr als verdreifacht. Struktur und Ausstattung seien "überdurchschnittlich", sagte Wahl. Verbandsoberprüfer Michael Kieser bestätigte das. "Dieses Prädikat ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je", erklärte der Vorstandsvorsitzende. Nur mit genügend Eigenkapital und einer ausreichenden Liquidität sei eine solide Geschäftspolitik möglich. Das wirtschaftliche Eigenkapital beträgt jetzt 160,5 Millionen Euro und setzt sich wie folgt zusammen: 43 483 Mitglieder haben im Jahr 2012 exakt 81 806 Anteile gezeichnet. Das macht 23,3 Millionen Euro. Die Ergebnisrücklage liegt bei 58,6 Millionen, die Vorsorgereserve bei knapp 30 Millionen. Weitere 49 Millionen Euro stecken im Fonds für allgemeine Bankrisiken.

Der Genossenschaftsverband hat den Geschäftsbericht geprüft. Michael Kieser sagte: "Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen hat sich die Volksbank Hohenlohe recht gut geschlagen." Kundenkredite und Kundeneinlagen seien gestiegen, das Zinsergebnis sei "nicht ganz zufriedenstellend", die Ertragslage "rückläufig" und "unter den Verbandsvergleichswerten".

Das niedrige Zinsniveau mache dem Kreditwesen insgesamt zu schaffen. Im Kreditgeschäft selbst seien bei der Volksbank Hohenlohe "keine strukturellen Risiken erkennbar". Ertragskraft und Rücklagen seien hoch genug.

Entlastung

Die Vorstände Edmund Wahl, Dieter Karle und Rolf Schneider wurden von der Vertreterversammlung entlastet, der elfköpfige Aufsichtsrat ebenso. Der Vorstand rechnet in den nächsten zwei Jahren mit "einem moderaten Wachstum, einer stabilen Vermögenslage und einem genossenschaftlich vertretbaren Ergebnis". Unter den 226 Volks- und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg belegt die Volksbank Hohenlohe nach ihrem Geschäftsvolumen den 18. Rang. Die Bilanzsumme wuchs 2012 nur um 0,1 Prozent auf 1,66 Milliarden Euro. Sicherheit vor Risiko: Diese Maxime gilt auch im Geschäftsjahr 2013.

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