Neues Herzkatheterlabor im Hohenloher Krankenhaus

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Künftig kann in Öhringen die kompette kardiologische Diagnostik und Therapie von zahlreichen Herzerkrankungen bis hin zum akuten Herzinfarkt durchgeführt werden. Start ist Ende Oktober.

Von unserer Redaktion
Moderne Medizintechnik für die Patienten: Chefarzt Dr. Michael Ackermann und die speziell weitergebildeten Fachpflegekräfte Natalija Ivkovic (links) und Yvonne Hager freuen sich auf die Arbeit im neuen Herzkatheterlabor.
Foto: privat
Moderne Medizintechnik für die Patienten: Chefarzt Dr. Michael Ackermann und die speziell weitergebildeten Fachpflegekräfte Natalija Ivkovic (links) und Yvonne Hager freuen sich auf die Arbeit im neuen Herzkatheterlabor. Foto: privat  Foto: Hohenloher Krankenhaus

Für die medizinische Versorgung der Menschen im Hohenlohekreis ist es eine deutliche Verbesserung: Ende Oktober startet der Betrieb im neuen Herzkatheterlabor im Hohenloher Krankenhaus Öhringen. "Auch während der Corona-Pandemie haben wir das Projekt weiter vorangetrieben und sind sehr froh, dass wir nun die ersten Patienten in dem komplett neu errichteten Herzkatheterlabor untersuchen können", betont die Kaufmännische Direktorin des Hohenloher Krankenhauses Melanie Junge.

Ein Plus für die Gesunderhaltung

Künftig kann am Krankenhaus Öhringen die komplette kardiologische Diagnostik sowie die Therapie von zahlreichen Herzerkrankungen bis hin zum akuten Herzinfarkt durchgeführt werden. "Damit können wir künftig allen Patienten mit Herzerkrankung wohnortnah eine sehr gute medizinische Versorgung anbieten", unterstreicht Melanie Junge. "Ein Plus für die Gesunderhaltung ganz vieler Menschen, denn noch immer führen Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Liste der häufigsten Todesursachen in Deutschland an."

Räume im Krankenhaus umgebaut

Im zweiten Stock des Krankenhauses wurde in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet und die Räume für das Herzkatheterlabor umgebaut. Neben dem eigentlichen Eingriffsraum, sozusagen dem "Herzstück", gehören dazu Räume für die Vorbereitung und Überwachung der Patienten sowie Räume für die Technik. "Das Herzkatheterlabor schließt räumlich unmittelbar an unsere Intensivstation an und befindet sich außerdem direkt über der Notaufnahme. Wir schaffen damit eine High-Care Einheit mit kurzen Wegen von der Aufnahme über die Diagnostik und Therapie bis hin zur Überwachung", betont Dr. Michael Ackermann, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin II im Hohenloher Krankenhaus.

Hochwertige, strahlensparende Angiographieanlage

Das Linksherzkatheterlabor ist mit einer hochwertigen, besonders strahlensparenden Angiographieanlage der Firma Siemens ausgestattet. "Damit können wir alle diagnostischen Untersuchungen bei koronarer Herzkrankheit, Herzmuskelschwäche, Lungenhochdruck und Herzklappenfehlern durchführen", erläutert der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie. "Im Zentrum steht die Diagnostik und Therapie bei verengten Herzkranzgefäßen bis hin zum akuten Herzinfarkt - ein lebensbedrohlicher Notfall, der sofort behandelt werden muss."

"Unser Ziel ist es, diesen Notfall zu verhindern und bereits im Vorfeld die verengten Stellen zu erkennen und zu behandeln", so der Kardiologe weiter. "Im Herzkatheterlabor können wir die Engstellen sichtbar machen und diese noch im selben Eingriff mit Hilfe eines kleinen Ballons wieder aufdehnen und so die ungehinderte Durchblutung wieder herstellen. Wir freuen uns, dass wir diese Behandlung nun allen Patienten in der Region hier im Hohenloher Krankenhaus anbieten können." Für Hochrisikoeingriffe könne man zudem auf die bewährte Zusammenarbeit mit Kliniken im Umkreis zurückgreifen.

Team der Kardiologie verstärkt

Auch personell wurde das Team um Chefarzt Ackermann verstärkt: Mit den beiden Oberärzten Valentin Leica und Mahmud Reda Atassi arbeiten jetzt zwei weitere erfahrene Kardiologen in der Abteilung. Komplettiert wird das Team durch speziell weitergebildete Pflegekräfte, die sich bereits intensiv auf den Einsatz im Herzkatheterlabor vorbereitet haben. Aktuell werden die letzten technischen Arbeiten abgeschlossen und Testläufe simuliert. Die ersten Patienten sind für Ende Oktober einbestellt.

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