Neuer Grüngutplatz in Scheppach wird bald eröffnet
Nach viermonatiger Bauzeit öffnet der neue Grüngutplatz in Bretzfeld-Scheppach am Dienstag, 8. Oktober, seine Tore. Anlieferer müssen künftig eine AWH-Servicekarte haben. Mit dieser Maßnahme sollen Fremdanlieferungen aus anderen Landkreisen unterbunden werden.

Die Anlage ist dienstags von 9 bis 12 Uhr und freitags und samstags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. "Mit diesen Öffnungszeiten möchten wir den Bürgern den Service bieten, nach getaner Gartenarbeit ihr Grüngut und Reisig anschließend gleich wegfahren zu können", erklärt Bereichsleiter Joachim Bahr.
Rund 500.000 Euro wurden investiert, die Fläche ist jetzt asphaltiert und eingezäunt. Fachpersonal der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis (AWH) unterstützt die Bürger bei der Abgabe von Grüngut und Reisig. Und es überprüft stichprobenartig, ob alle Anlieferer eine AWH-Servicekarte haben. Sie berechtigt zur kostenlosen Abgabe und sollte deshalb immer mitgeführt werden.
Damit kommt die Abfallwirtschaft dem vielfachen Wunsch der Bürger nach, Fremdanlieferungen aus anderen Landkreisen zu unterbinden. Die AWH-Servicekarte wird jedes Jahr mit dem Gebührenbescheid an alle Hohenloher Gebührenzahler versendet.
Dritter Grüngutplatz im Hohenlohekreis
Der neue Grüngutplatz in Scheppach ist neben den Plätzen in Pfedelbach-Buchhorn und Öhringen-Michelbach der dritte Platz im Hohenlohekreis, mit dem die Abfallwirtschaft die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen erfüllt. "Es freut uns, dass es uns auch in Scheppach wieder gelungen ist, die Themen Bürgerfreundlichkeit und Genehmigungsrecht zusammenzubringen", sagt Geschäftsführer Sebastian Damm. Die bisherigen Erfahrungen zeigten, dass die Öffnungszeiten sehr gut angenommen würden, wenn ein sauberer Platz und kompetente Beratung gewährleistet seien.
Auf Trennung wird großen Wert gelegt
Wichtig ist aus Sicht der Abfallwirtschaft auch, dass es auf dem neuen Platz möglich ist, die Sammelqualität beim Grüngut zu steigern. Grüngut und Reisig würden unterschiedlich verwertet. Deshalb müsse beides bei der Annahme strikt getrennt werden. Das Reisig werde beispielsweise zu Holzhackschnitzeln weiterverarbeitet, mit denen in Heizkraftwerken erneuerbarer Strom und Wärme gewonnen werde.
Aus dem Grün- und Heckenschnitt entstünden Komposte und Erden. Die Erden seien etwa auf der Bundesgartenschau in Heilbronn eingesetzt worden, so schließe sich der regionale Kreislauf. Ziel sei auch, dass das vor Ort aufbereitete und behandelte Material wieder von der Landwirtschaft im Kreis als Bodenverbesserer zum Humusaufbau genutzt werden könne. Dieser "Hohenloher Grüngutkompost" könne auf dem Grüngutplatz in Scheppach kostenlos mitgenommen und als Bodenverbesserer im heimischen Garten eingesetzt werden.
Komposte und Erden statt Torf aus Osteuropa
Mit Investitionen wie in diesen Grüngutplatz trage der Hohenlohekreis auch zum Klimaschutz bei, da aus dem Grüngut Komposte und Erden produziert würden und so dem Torfabbau in Osteuropa entgegengewirkt werden könne. Bei diesem Prozess würden dort Lebensräume für Tiere und Pflanzen zerstört und enorme Menge an Klimagasen freigesetzt. Umso wichtiger sei die Verwertung des Grünguts zu torffreien Erden − made in Hohenlohe. red
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