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Prozess am Landgericht Heilbronn
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Nachbarschaftsstreit in Öhringen: Mann steht nach Messerangriff vor Gericht 

  
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Ein Mann aus Öhringen muss sich ab Dienstag unter anderem wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht Heilbronn verantworten. Der damals 62-Jährige soll seinen Nachbarn mit einem Messer verletzt haben. Vorausgegangen war ein Streit um Lärm.

Sieben weitere Prozesstage sind bis 18. Dezember im Landgericht Heilbronn angesetzt.
Sieben weitere Prozesstage sind bis 18. Dezember im Landgericht Heilbronn angesetzt.  Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, nach einem Streit am 1. Mai 2023 seinen damals 44-jährigen Nachbarn mit einem Messer verletzt zu haben. An jenem Tag soll es gegen 20.30 Uhr zwischen dem vermutlich stark alkoholisierten 62-Jährigen und dessen Nachbarn zu einer Rangelei gekommen sein. Hintergrund der Auseinandersetzung sei der Ärger des Angeklagten über Lärm aus der Wohnung des Geschädigten gewesen.

Der mutmaßliche Angreifer soll im Laufe der Auseinandersetzung mit einem mitgebrachten Schälmesser auf seinen Nachbarn losgegangen sein und diesen verletzt haben, bis dieser ihm das Messer abnehmen und es außer Reichweite werfen konnte. Zudem soll ein Schuhlöffel aus Metall bei dem Angriff verwendet worden sein.

Auseinandersetzung mit Messer in Öhringen – Angeklagter sitzt in Untersuchungshaft

Der 44-Jährige erlitt eine Schädelprellung und oberflächliche Schnittwunden. Einer weiteren Geschädigten soll der Angeklagte ebenfalls eine oberflächliche Schnittverletzung am Unterbauch zugefügt haben, heißt es in der Prozessvorschau des Landgerichts Heilbronn. Der Angreifer wurde ebenfalls verletzt – er befindet sich seit dem 2. Mai in Untersuchungshaft.

Sieben weitere Prozesstermine sind bis 18. Dezember angesetzt. Die Kammer hat den Angeklagten, seine Verteidigerin, einen Dolmetscher, 26 Zeugen und zwei Sachverständige geladen. 

 

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