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Mehrparteienhaus mit 14 Wohnungen wird in Waldenburger Altstadt gebaut

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Integration ins denkmalgeschützte historische Ortsbild ist gefordert: Das Gebäude, mit dessen Errichtung 2023 bekommen werden soll, wurde architektonisch so geplant, dass es kein Fremdkörper ist. 2024 soll es bezugsfertig sein.

von Christian Nick
So wird es aussehen: Die Visualisierung des Architekturbüros zeigt Lage und Gestaltung des neuen Mehrparteienhauses an der altehrwürdigen Adresse.
Grafik: Büro ARS
So wird es aussehen: Die Visualisierung des Architekturbüros zeigt Lage und Gestaltung des neuen Mehrparteienhauses an der altehrwürdigen Adresse. Grafik: Büro ARS  Foto: privat

Die Operation ist eine durchaus sensible: An der Hauptstraße 79 - zwischen Lindenplatz und Panoramahotel - will ein Schwäbisch Haller Wohnungsbau-Unternehmen einen Gebäudekomplex errichten, der insgesamt 14 Wohneinheiten samt geräumiger Tiefgarage aufweisen wird.

Architektonisch und städteplanerisch herausfordernd ist das Vorhaben insbesondere deshalb, weil sich das Gebäude auf jenem Grundstück, wo sich gegenwärtig noch eine seit Jahren leerstehende Scheune mitsamt altem bäuerlichen Wohnhaus befindet, gut in die Altstadt einfügen muss.

Passend zum alten Gemäuer

Ebendiese ist bekanntlich zu weiten Teilen denkmalgeschützt. Nicht zuletzt deswegen wurde das Neubau-Projekt auch in die laufende Stadtsanierung aufgenommen, um eine möglichst gelungene Integration ins historisch gewachsene Ortsbild zu erzielen. Denn: Ein architektonischer Kontrastkörper wie das benachbarte Panoramahotel soll das Mehrparteienhaus keinesfalls werden, wie Bürgermeister Bernd Herzog der HZ berichtet.

Im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde die Planung, welche die Verwaltung schon über ein Jahr beschäftigt, vom verantwortlichen Architekten vorgestellt - und von den Räten für gut befunden. "Was wir dort errichten, muss sich sehr gut ins vorhandene Ensemble einfügen", sagt Herzog. Und so wird denn auch penibel darauf geachtet, dass das insgesamt dreigeschossige Haus, das sich in mehrere Gebäudeteile gliedert, nicht höher als die umliegenden Anwesen ausfällt.

Die einzelnen architektonischen Einheiten werden durch sogenannte Laubengänge - ein offener Bogengang in der Art einer Brücke - verbunden. Alle 14 Wohnungen sollen barrierefrei mittels Aufzug erreichbar sein. Vor dem Haupthaus befinden sich die vorgelagerten zwei kleineren Gebäude (siehe Grafik). "Die Sockelbereiche außen werden wie die Stadtmauer mit Natursteinen besetzt, so dass deren Fortführung sichtbar wird", sagt Bernd Herzog, der von einer "wunderbaren" Passung mit dem vorhandenen Stadtbild spricht.

Grober Zeitplan steht

Unter dem noch existenten alten Gebäude ist zwar bereits grundlegend unterkellert - für die geplante Tiefgarage, die den späteren Bewohnern 21 Stellplätze bieten soll, müssen dennoch umfangreiche Tiefbau-Arbeiten stattfinden. "Wir haben in der Nachbarschaft gerade auch ein Bauvorhaben: Man kommt ohne weiteres drei Meter in den Untergrund rein."

Wie der ungefähre Zeitplan des Projekts aussieht? "Wir hoffen, dass das alte Gebäude noch im Laufe dieses Jahres abgerissen werden kann", so der Rathauschef. Mit dem Bau soll dann Anfang 2023 begonnen werden. Rund ein Jahr ist dafür veranschlagt. Dann wäre das neue Schmuckstück an der altehrwürdigen Adresse irgendwann im Laufe des Jahres 2024 bezugsfertig. "Aber da legt sich momentan ja niemand so ganz genau fest", zeigt sich der Bürgermeister angesichts der vielfältigen Unwägbarkeiten realistisch.

 

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