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Mehrfach Scheiben eingeworfen: Landratsamt des Hohenlohekreises verschärft Sicherheitsvorkehrungen

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Nach Angriffen auf die Zulassungsstelle erhöht das Landratsamt die Zahl der Security-Mitarbeiter, um die Mitarbeiter zu schützen. Gegen den Täter wurde ein Hausverbot verhängt und Strafanzeige gestellt.

Der Zugang zum Landratsamt wird verstärkt überwacht.
Foto: Archiv/Rößler
Der Zugang zum Landratsamt wird verstärkt überwacht. Foto: Archiv/Rößler  Foto: Rößler

In den vergangenen Tagen hat es wiederholt Angriffe auf das Landratsamt in Künzelsau gegeben. Ein Mann hat mehrfach die Scheiben der Zulassungsstelle mit Steinen eingeworfen und dabei nur knapp Mitarbeiter verfehlt. Die Verantwortlichen im Landratsamt gehen nicht davon aus, dass gezielt die Zulassungsstelle oder dort arbeitende Menschen attackiert worden sind.

Täter hat Hausverbot

Denn der Täter sei zuvor mehrfach im Asyl-Bereich des Amts für Ordnung, Zuwanderung und Recht vorstellig geworden. Doch auch dort hatte er sich auffällig und ungebührlich verhalten und war deswegen mit einem Hausverbot belegt worden. Das Hausverbot galt nur für die Ausländerbehörde, wenn er dort keinen Termin hatte. Das Foyer ist grundsätzlich offen. Dort sind Zulassungsstelle und Ausländerbehörde. Zu etwaigen Motiven des Täters äußert sich das Landratsamt nicht.

Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung

Die Behörde hat Strafanzeige wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung gestellt. Außerdem wurde die Zahl der Security-Mitarbeiter auf drei erhöht: Einer überwacht permanent den Außenbereich, insbesondere an der Zulassungsstelle, ein weiterer ist im Bereich der Ausländerbehörde tätig. Zum Zeitpunkt der Angriffe war ein Security-Mitarbeiter im Dienst. Dessen Aufgabe war die Aufsicht im Foyer und die Einlasskontrolle für die Ämter, die nur mit Terminvergabe arbeiten.

Umbauten sollen Mitarbeiter schützen

Um die Sicherheit der Mitarbeiter zu erhöhen, wurden diverse Umbauten vorgenommen. So wurden zunächst die Steine im Innen- und Außenbereich entfernt und die Fenster der Zulassungsstelle provisorisch mit Holz verbarrikadiert. Alle Fenster im Erdgeschoss werden zeitnah mit Panzerschutzglasfolie ausgestattet. Bis dies umgesetzt ist, werden Bauzäune im Erdgeschoss vor die Bereiche gestellt, in denen sich Fenster befinden.

Wartezeiten möglich

Die Arbeitsplätze in der Zulassungsstelle werden mit Alarmknöpfen ausgestattet. Wegen der Umbauarbeiten könne es in den nächsten Tagen zu Wartezeiten in der Zulassungsstelle kommen, erklärt Sprenger. "Ich bin fassungslos über diese Taten", erklärt Landrat Matthias Neth. "Wir versuchen, den Dienstbetrieb in der Zulassungsstelle aufrechtzuerhalten, aber klar ist, dass die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landratsamt oberste Priorität hat."

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