Mehr als Zuckerwatte und Magenbrot
Krautheim - Die Sonne scheint, angenehme Temperaturen ziehen die Besucher am Samstagnachmittag zum Krämermarkt. Vom Vergnügungspark nebenan sind Bruchstücke der musikalischen Untermalung zu hören. Überfüllt sind die Stände nicht, wer aber gerne ohne Stress und in Ruhe von Marktstand zu Marktstand pilgert, bekommt, was er will.

Krautheim - Die Sonne scheint, angenehme Temperaturen ziehen die Besucher am Samstagnachmittag zum Krämermarkt. Vom Vergnügungspark nebenan sind Bruchstücke der musikalischen Untermalung zu hören. Überfüllt sind die Stände nicht, wer aber gerne ohne Stress und in Ruhe von Marktstand zu Marktstand pilgert, bekommt, was er will.
Bei Elisabeth Kern aus Obersulm gibt es Gewürze, Tees und Kräuterbonbons. „Sonntags ist am meisten los“, sagt sie, „aber heute hatten wir auch schon verhältnismäßig viele Kunden“. Der 75-jährige Georg Murf aus Bühlertann am Stand nebenan stimmt zu, „Sonntag ist der Haupttag, samstags ist selten was los hier“. Er verkauft Hüte und Mützen. Von modernen bunt gestrickten Wollmützen bis hin zum klassischen Hut für Herren hat er alles im Angebot. Auf der Herbstmesse kennt er sich bestens aus, „seit dem Jahr, in dem die Turnhalle gebaut wurde, sind wir schon hier“, erzählt er.
Wolliges
Einige Stände weiter wirbt Sonja Horländer aus Pfarrkirchen in Niederbayern für ihre Produkte aus reiner Schurwolle. Sie ist zufrieden mit der Kundschaft, „vor allem Hüttenschuhe, Babyschuhe, Sitzkissen, Nackenrollen und Kinderdecken werden gerne gekauft“, erklärt sie. Da sie neun Jahre in Krautheim zur Schule ging, kommt sie auch immer wieder gerne mit ihrer Mutter Regina Horländer zur Herbstmesse. An einem kleinen Verkaufsstand am Sportplatz will ein Kunde wissen, welcher Apfel am längsten knackig frisch ist. „Topaz oder eben die Jonagold“, antwortet Roswitha Henninger. Die selbst geernteten Äpfel kommen bei den Kunden an, aber auch Nüsse, Liköre und Schnaps werden gerne gekauft. „Es lohnt sich und macht immer wieder Spaß“, lacht die 44-Jährige.
Schlendert man weiter durch den Markt, so trifft man Hans-Jürgen Kronenwetter aus Berlichingen. Er verkauft einen Gemüsehobel. „Der kann alles, was mit Gemüse zu tun hat“, erklärt er. Gurken, Karotten, Kartoffeln und Kohl füllen seinen Stand aus. Die verarbeitet er zu Vorführzwecken, was so manchen Passant zum Kauf verleitet. „Aber die Gebrauchsanweisung nicht wegschmeißen“, rät er einer Kundin.
Punsch
Heiß her geht es bei Marco Crefeld. Im Steinofen backt er Flammkuchen in drei Varianten, Hefezopf, Seelen und verkauft Apfelpunsch mit Schuss. Seine Produkte mögen die Kunden, auch wenn er den Zulauf am Samstag als „mäßig“ einschätzt.
Natürlich darf der klassische Süßwarenstand beim Rummel in Krautheim nicht fehlen. Iris Oswald kümmert sich um die Reduktion des Zuckerdefizits bei Jung und Alt. Wovon sie in Krautheim am meisten verkauft? „Zuckerwatte, Waffeltüten und Magenbrot sind der Renner“, antwortet sie.
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