Mädchen nach Facebook-Kontakt sexuell missbraucht
Ein 26-Jähriger ist vom Schöffengericht in Öhringen wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes, der Verbreitung pornographischer Schriften und versuchter Nötigung zu einer Geld- und Bewährungsstrafe verurteilt worden.
Er schickte einem elfjährigen Mädchen über einen Fake-Account bei Facebook pornographisches Material, überzeugte eine 13-Jährige von realen Treffen, bei denen es zu sexuellen Handlungen kam und drohte mit der Veröffentlichung von Nacktbilder einer jungen Frau, weil diese sich nicht mit ihm treffen wollte.
Dafür ist ein 26-Jähriger am Dienstag vom Schöffengericht am Amtsgericht Öhringen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden, die auf drei Jahre Bewährung ausgesetzt wurde. Zudem muss er 3.600 Euro an einen Verein für kranke Kinder bezahlen.
Nötigung
Strafrichter Lutz Göpfert verurteilte den Mann aus dem Hohenlohekreis wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes, der Verbreitung pornographischer Schriften und versuchter Nötigung. Bei einem Fall des schweren sexuellen Missbrauchs – hier soll der Täter das Mädchen überredet haben, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen – sieht der Richter jedoch einen minderschweren Fall.
„Es macht einen Unterschied, ob die Tat an der Grenze zur Straflosigkeit liegt“, bezog sich Göpfert, der davon ausgeht, dass der früh geständige 26-Jährige nicht mehr auffällig wird, auf das Alter des Mädchens. Wäre dieses 14 Jahre alt gewesen, wäre der Täter nicht zu belangen gewesen. Zudem sei die Handlung bei einem zweiten Treffen erfolgt, die 13-Jährige habe also gewusst, was sie erwartet.
Dass es mehrere Taten mit mehreren Geschädigten über einen Zeitraum von zwei Jahren gab, sei hingegen strafverschärfend zu bewerten. Die Öffentlichkeit war bei der Vernehmung des Angeklagten ausgeschlossen.
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