Lkw-Unfall auf der A6 legt Berufsverkehr lahm
Öhringen - Ein Polizist schaut auf das Blechknäuel und schüttelt den Kopf. „Auf dem Beifahrer-Sitz wäre er sofort tot gewesen“, meint der Beamte und deutet auf die total zerbeulte Seite des Führerhauses. Doch der Beifahrer in dem tschechischen Auto-Transporter schlief in der kleinen, engen Koje hinter den Sitzen. Das rettete ihm das Leben. Zwei Verletzte, drei kaputte Lastwagen und 18 Kilometer Stau sind die erste Bilanz eines Unfalls, der sich gestern auf der Autobahn bei Bretzfeld ereignete.
Öhringen - Ein Polizist schaut auf das Blechknäuel und schüttelt den Kopf. „Auf dem Beifahrer-Sitz wäre er sofort tot gewesen“, meint der Beamte und deutet auf die total zerbeulte Seite des Führerhauses. Doch der Beifahrer in dem tschechischen Auto-Transporter schlief in der kleinen, engen Koje hinter den Sitzen. Das rettete ihm das Leben.
Zwei Verletzte, drei kaputte Lastwagen und 18 Kilometer Stau sind die erste Bilanz eines Unfalls, der sich am Montag gegen halb acht auf der Autobahn bei Bretzfeld ereignete. Der Fahrer eines tschechischen Transporters, beladen mit neuen Skoda-Autos, war wohl wegen Unachtsamkeit ungebremst auf ein Stau-Ende geprallt. Im letzten Moment zog er noch nach links, krachte mit der Beifahrerseite gegen einen Transporter und kam 100 Meter weiter kurz vor der Brettachtalbrücke zum Stehen. Während der Unfallverursacher nicht verletzt wurde, musste sein schlafender Beifahrer mit einem lebensgefährlichen Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus geflogen werden.
Helikopter landet
Für die Landung des Hubschraubers und die Bergung der Unfallwagen wurde die Autobahn zeitweise voll gesperrt, der Verkehr an der Abfahrt Öhringen ausgeleitet. Kurze Zeit später war auch die Umleitungsstrecke Richtung Neuenstadt überlastet.
Neben dem Unfallverursacher aus Tschechien hatte auch der Fahrer des Transporters Glück. Sein Wagen, auf dem er einen kleinen Bagger beförderte, wurde durch den Aufprall umgeworfen, das Führerhaus fast komplett abgerissen. Trotzdem kletterte der Fahrer zur allgemeinen Verblüffung mit nur leichten Verletzungen aus dem Beifahrerseiten-Fenster. Dann sprang er anderthalb Meter in die Tiefe, denn sein Führerhaus ragte himmelwärts ins Gebüsch hinein.
Die Wucht der ersten Karambolage war so stark, dass der Klein-Transporter noch auf einen Lastwagen mit BMW-Teilen aus Bayern geschoben wurde. Die Rückwand des Aufliegers wurde eingedrückt, der Fahrer blieb unverletzt. Die Polizei schätzt den Schaden an den drei beteiligten Lkw auf 270.000 Euro.
Doppelter Stau
Es vergingen rund drei Stunden, ehe die Unfallstelle geräumt war. Der Stau vor der Brettachtalbrücke löste sich erst gegen Nachmittag auf. Weniger Kilometer weiter erwartete die genervten Autofahrer aber schon die nächste Behinderung. Wegen der Baustelle am Weinsberger Kreuz verlief der Verkehr hier den ganzen Tag über nur zähflüssig.
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