Laura sucht den Weihnachtsmann

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Theater auf Tour gefiel in der Kultura mit weihnachtlichem Kinderstück

Von Regina Koppenhöfer
Laura (Sara Appenroth) lacht und Tommy (Petra Frank) greint. Die kleinen Zuschauer in der Kultura hatten ihre Freude an dem Weihnachtsstück.Foto: Regina Koppenhöfer
Laura (Sara Appenroth) lacht und Tommy (Petra Frank) greint. Die kleinen Zuschauer in der Kultura hatten ihre Freude an dem Weihnachtsstück.Foto: Regina Koppenhöfer

Öhringen - In eine winterliche Weihnachtswelt wurden am Donnerstagvormittag weit über 500 Kindergarten- und Grundschulkinder entführt. Sie erlebten in der Kultura die Aufführung des Kindertheaterstücks „Laura sucht den Weihnachtsmann“. Das Ensemble des Frankfurter Theaters auf Tour spielte die Geschichte von Laura und deren Bruder Tommy und wie sich Laura für den kleinen Bruder auf die Suche nach dem echten Weihnachtsmann macht.

In schöner Winterkulisse, die riesige verschneite Bäume zeigte, wurde unaufgeregt und eher mit leisen Tönen das Weihnachtsmärchen aus der Feder Klaus Baumgarts in einer Bühnenbearbeitung von Karl-Heinz March erzählt. Die teilweise mit Harfenklängen musikalisch untermalte Aufführung gefiel dem jungen Publikum immer dann recht gut, wenn besondere Beleuchtung zum Einsatz kam: Tanzten mittels einer sich drehenden Discokugel Glitzerpunkte auf den Wänden der Kultura, klatschten und kreischten die Kinder.

Tommy flennt Viel Beifall gab es von den jungen Zuschauern am Schluss für die weihnachtliche Vorstellung. Grundschülerin Lea (6) meinte: „Das ist so wie im Buch.“ Und ihre siebenjährige Schulfreundin Jule sagte: „Ich finde es lustig, wie der Tommy immer weint, aber ich weiß nicht, ob der in echt weint, oder nicht.“ Auch Erstklässler Robin mochte Tommy am liebsten, „weil der immer flennt“. Zweitklässlerin Luisa (8) aus Öhringen brachte es auf den Punkt, als sie sagte: „Die machen das gut!“

Kinder johlen Dass einige wenige Kindergruppen vor allem im zweiten Teil des Stücks durch häufiges Gejohle, andauernden Szenenapplaus und Getrappel mit den Füßen die stimmungsvolle Weihnachts-Inszenierung teilweise störten, veranlasste so manchen Theaterbesucher allerdings auch zu ungläubigem Kopfschütteln. „Dieses Gekreische hat gestört“, meinte eine Besucherin nach der Vorstellung sichtlich empört und fügte dann hinzu: „Man muss die Kinder doch aufs Theater vorbereiten“.

Dieser Überzeugung ist auch Kathja Maneke. Auch die Kultura-Geschäftsführerin konnte in der Vergangenheit „Kino-Mentalität“ bei einigen Kindertheatervorstellungen bemerken. Aus diesem Grund gibt es seit der laufenden Spielsaison nun beim Kauf von Eintrittskarten für eine Kindervorstellung auch ein Infoblatt mit an die Hand. Hier erhalten Erzieher, Lehrer und Eltern Anregungen zur Organisation eines Kindertheaterbesuchs und zum Verhalten der Kinder während der Vorstellung. Aus den Reihen der Schauspieler waren am Donnerstag positive Reaktionen auf das ungestüme Publikum zu erfahren: Dem Ensemble gefielen die Beifallsbekundungen ihrer jungen Zuschauer gut.

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