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Kupferzell

Kupferzells Bürgermeister hört auf

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Joachim Schaaf kandidiert bei der Wahl im Frühsommer 2019 nicht mehr. Die Gemeinde bekommt somit einen neuen Rathauschef, der möglicherweise auch aus der eigenen Verwaltung kommen könnte.

Von Christian Nick
Bürgermeister Joachim Schaaf verkündet seinen Abschied.
Foto: Archiv/privat
Bürgermeister Joachim Schaaf verkündet seinen Abschied. Foto: Archiv/privat  Foto: privat

Ob es wohl Zufall war, dass Joachim Schaafs traditionelles Eröffnungszitat der Gemeinderatssitzung dieses Mal das Thema "Abschied vom Sommer" hatte?

Beobachter der örtlichen Kommunalpolitik hatten schon länger darüber gemutmaßt - nun ist es offiziell: Kupferzells langjähriger Bürgermeister Joachim Schaaf wird nach zwei Amtsperioden von jeweils acht Jahren Dauer bei der Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr nicht mehr kandidieren.

Abtritt auf dem Höhepunkt

Das verkündete der 57-Jährige im Rahmen der jüngsten Sitzung des Kommunalparlaments. "Ich habe mir lange darüber Gedanken gemacht, aber es ist jetzt Zeit, die Aufgabe in jüngere Hände zu legen", sagt Schaaf, der seit 2003 im Kupferzeller Rathaus sitzt - und dessen Amtszeit offiziell am 31. Juli 2019 endet. Das Credo des studierten Vermessungsingenieurs: "Man sollte bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist."

Sein Fazit: "Wir haben zusammen in Kupferzell viel erreicht." Er verkünde seinen Entschluss bewusst recht frühzeitig, so Schaaf, "um auch einem auswärtigen Kandidaten genug Zeit und Möglichkeit zu geben, sich genauer mit der Kommune Kupferzell beschäftigen zu können".

Pläne? Viele!

Was er nach dem Ende seiner Zeit als Bürgermeister tun wird? Da will sich Joachim Schaaf freilich noch nicht konkret festlegen: "Ich kann mir allerhand vorstellen", sagt der Kommunalpolitiker, der im Jahr 2003 Joachim von Wangenheim im Amt gefolgt war. Der hatte seinerzeit ganze 24 Jahre an der Spitze der Gemeinde gestanden.

Seinem Nachfolger im Kupferzeller Rathaus, der zwischen Mai und Juni kommenden Jahres gewählt werden wird, hinterlasse er jedenfalls einen gut bestellten Acker: "Die Großprojekte, wie etwa die Baugebiete, sind auf den Weg gebracht."

Enttäuschung über Abtritt überwiegt

Die Reaktion auf den angekündigten Rückzug war unter den Mitgliedern des Gemeindeparlaments weitgehend von Enttäuschung geprägt: "Ich bedauere das", sagte SPD-Fraktionschef Fritz Rehm im Plenum. Mehrere Gemeinderäte äußerten gegenüber der HZ ebenfalls, man verliere mit Schaaf einen Bürgermeister, der in seiner Amtszeit viel für die Kommune getan habe, wenngleich er auch mit einigen Projekten "nicht durchgekommen" sei.

Der neue Kupferzeller Rathauschef könnte indes durchaus aus den Reihen der eigenen Verwaltungsspitze stammen: "Wir haben fähige Amtsleiter. Jedem von ihnen traue ich den Job absolut zu", sagt Schaaf.

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