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Kindertageseinrichtung

Im neuen Kindergarten Friedenshort in Öhringen: Rennstrecke und Schlosszimmer

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Die Kindertageseinrichtung Friedenshort bietet Platz für bis zu 110 Kinder in sieben Gruppen. Trotz der großen neuen Einrichtung fehlen Betreuungsplätze in Öhringen.

Viel Licht in den neuen Räumen, ein großer Garten und dazu motivierte Erzieherinnen: Die neue Kita der Jugendhilfe Friedenshort ist ein Platz zum Wohlfühlen.
Viel Licht in den neuen Räumen, ein großer Garten und dazu motivierte Erzieherinnen: Die neue Kita der Jugendhilfe Friedenshort ist ein Platz zum Wohlfühlen.  Foto: Tscherwitschke, Yvonne

Die große Röhrenrutsche vom oberen Stock runter in den Garten ist noch gesperrt. Auch der Rasen darf noch nicht betreten werden. Ansonsten aber haben die aktuell etwa 45 Kinder und die 18 Erzieherinnen in der Kindertagesstätte Friedenshort bereits die besten Voraussetzungen zum Toben, Spielen, zum Klettern, Puzzeln, Malen und Verkleiden. "Die Räume sind so hell", freut sich Einrichtungsleiterin Michaela Werner über ihren neuen Arbeitsplatz. "Es ist so schön, dass es nicht nur einen großen Gruppenraum, sondern mehrere kleinere Funktionsräume gibt", beschreibt sie das Raumkonzept, das Kindern und Erzieherinnen die Gelegenheit gibt, je nach Situation den richtigen Ort zu finden.

Kindergarten Friedenshort in Öhringen ist ein Raum zum Spielen

Wenn alle Plätze belegt sind, dann können etwa 110 Kinder in den sieben Gruppen betreut werden. Von den fünf Kita-Gruppen sind zwei für Krippenkinder. Außerdem sind zwei integrative Gruppen im Gebäude, das für 7,5 Millionen Euro von der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort errichtet wurde.

Pfarrerin Ute Riegas-Chaikowski, Leitende Theologin aus dem Vorstand der Stiftung Friedenshort, bringt den Dank aller zum Ausdruck in ihrer Rede, die Kinder wie Erwachsene anspricht und zum Mitsingen und Mitbeten animiert. Hier sei ein schöner Raum entstanden, um mit Freunden zu spielen, voneinander zu lernen, sich auch einmal zu streiten und wieder zu verstehen, schildert sie den Alltag in dem Gebäude. "Gottes Segen liegt auf diesem Ort", verspricht sie. Die Lebenschancen eines jeden Kindes sollen hier gestärkt werden. "Hier steht jeder füreinander ein."

Im Schlosszimmer steht eine Kletterburg mit Rutsche. Es gibt neben den Gruppenräumen viele Nebenräume wie Atelier und Turnzimmer.
Im Schlosszimmer steht eine Kletterburg mit Rutsche. Es gibt neben den Gruppenräumen viele Nebenräume wie Atelier und Turnzimmer.  Foto: Tscherwitschke, Yvonne

Segen für die neue Kita Friedenshort 

Pfarrerin Ute Riegas-Chaikowski hat nicht nur die Puppen Marco und Lucie mitgebracht, sondern auch Schwestern des Diakonissenhauses. Schwester Christina enthüllt gemeinsam mit Jürgen Grajer, dem Leiter der Einrichtung in Öhringen, eine Skulptur, die die Stiftungsgründerin Eva von Thiele-Winckler mit zwei Kindern zeigt. "Kinder waren ihr besonders lieb."

Eva von Thiele-Winckler stammte aus einem reichen Elternhaus und war eine der ersten Frauen in einer Führungsposition bei der Diakonie. Bekannt unter dem namen Mutter Eva starb sie 1930. Heimatlosen Kindern eine Heimat zu geben, war ihr Anliegen. "Wir freuen uns jeden Tag, wenn wir hier reinkommen", schildert Jürgen Grajer seine Freude. Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler, der mit einigen Gemeinderäten an der Einweihung teilnimmt, spricht den Dank der Stadt aus, dass der Friedenshort ein großes Angebot an Kinderbetreuungsplätzen bietet. In Gruppen nutzen die vielen Gäste die Gelegenheit, das neue Haus zu erkunden. Die Gruppenräume mit den flexiblen Möbeln werden ebenso bewundert wie die kleinen Bettnestchen, die Bewegungsräume, das Malatelier, die kleinen Sanitärräume, der winzige Servierwagen beim Vesperraum und die Dachterrasse, die als Bobbycar-Rennstrecke dient.

Trotz der großen neuen Einrichtung fehlen noch Betreuungsplätze in der Großen Kreisstadt Öhringen. Das wurde deutlich, als dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung die Zahlen aus der Kindergarten-Bedarfsplanung präsentiert wurden.

Jürgen Grajer von der Jugendhilfe Friedenshort freut sich sehr über die Holzskulptur, die Schwester Christina vom Haupthaus in Freudenberg mitgebracht hat.
Jürgen Grajer von der Jugendhilfe Friedenshort freut sich sehr über die Holzskulptur, die Schwester Christina vom Haupthaus in Freudenberg mitgebracht hat.  Foto: Tscherwitschke, Yvonne
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