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Künzelsau

Hunderte Gäste starten beim Würth-"Katerfrühstück" kunstvoll ins neue Jahr

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Alles wie immer in Künzelsau-Gaisbach: Auch nach zweijähriger Pandemie-Pause ist das Museum Würth am Neujahrstag gut besucht. Die Kombination von Kultur und Kulinarik - sie zieht auch im Jahr 2023.

von Christian Nick
Unten Kunst, oben Kulinarik: Dieses Konzept geht auch im Jahr 2023 auf.
Unten Kunst, oben Kulinarik: Dieses Konzept geht auch im Jahr 2023 auf.  Foto: Nick, Christian

Hinter vielen Besuchern mag eine lange, schampusgeschwängerte Nacht liegen, als sie sich am Neujahrsmittag zum traditionellen "Katerfrühstück" im Gaisbacher Museum Würth einfinden. Und lang fiel nicht nur die ein oder andere rauschende Silvester-Fete aus. Denn es ist gewiss: Auch das Neujahrs-Event, bei dem der Kater auf Kunst und Kulinarik trifft, hat eine lange Historie.

In der jüngeren Vergangenheit indes gab es die obligatorische Pandemie-Pause - und so ist die Freude beim Veranstalter, den Musikern und natürlich vor allem bei den zahlreichen Gästen groß: Endlich wieder geöffnete Tür für die Veranstaltung, welche für viele Hohenloher zum 1. Januar gehört wie eben Kopfschmerzen oder die legendären alljährlichen Vorsätze.

Erst Fisch, dann frische Luft

So auch für Anne und Heiner Wagner, die heute ebenfalls ins Museum gekommen sind, um sich vom Ensemble Art of Ease mit jazzigen Tönen und vom Catering-Team des Waldenburger Panoramahotels mit Köstlichkeiten verwöhnen zu lassen.

Verspielt: Die Band Art of Ease sorgt für die passenden Klänge zum Brunch.
Verspielt: Die Band Art of Ease sorgt für die passenden Klänge zum Brunch.  Foto: Nick, Christian

Wie denn der Kater bei dem Ehepaar aus Abstatt aktuell ausfällt? "So gut wie keiner", schmunzeln sie. Denn die Silvesternacht wurde "ganz gemütlich" im kleinen Kreis daheim verbracht. Wie der Tag nach dem verlängerten Frühstück für sie weitergeht? "Danach wollen wir noch ein bisschen an die frische Luft".

Frisch sind auch die belegten Lachs-Brötchen, die in der Auslage darauf warten, ihren Job tun zu dürfen. Service-Mitarbeiterin Jessica Renschke vom Catering-Team reicht sie gerne über die Theke. "Das ist das echt optimale Katerfrühstück", weiß die Fachfrau. "Ich habe sie auch schon probiert - und spreche daher aus Erfahrung." Doch Renschke dürfte allzu viele Fisch-Backwaren gar nicht nötig haben: Denn obschon ihre Nacht immerhin auch bis 1.30 Uhr gedauert hatte, wirkt sie durchaus vital.

Verteilt: Die Getränke finden auch am Neujahrstag reißenden Absatz.
Verteilt: Die Getränke finden auch am Neujahrstag reißenden Absatz.  Foto: Nick, Christian

Dass das Einzugsgebiet der Traditionsveranstaltung bei Weitem größer ist als der hiesige Landkreis: Dies beweisen unter anderem auch Rolf Wörn und Dietrich Claassen, die aus Ludwigsburg ans Herz des Würth-Imperiums gekommen sind.

"Wir freuen uns auf die Jazz-Band, wollen aber auch die gute Hohenloher Küche probieren", frohlocken die beiden mit Blick auf den später folgenden Restaurant-Besuch. Vorher allerdings schlendern sie gerade noch gemütlich durch die Ausstellung im Erdgeschoss, wo es gegenwärtig noch allerhand Weihnachts-Krippen aus diversen Weltregionen zu bestaunen gibt.

Angestoßen: Ingrid und Ewald Schneider (vorne) mit Begleitung.
Angestoßen: Ingrid und Ewald Schneider (vorne) mit Begleitung.  Foto: Nick, Christian

Fast schon Routine ist das Event indessen für Ingrid und Ewald Schneider: Ein halbes Dutzend Mal waren die beiden schon dabei - und nehmen dafür gerne die rund 70 Kilometer lange Anfahrt aus Schwäbisch Gmünd auf sich. "Das Ambiente ist wieder sehr schön, das gilt auch für die Häppchen."

Wie sie ganz persönlich denn ins jungfräuliche Jahr 2023 starten? "Gute Wünsche und Vorsätze haben wir uns jetzt abgewöhnt. Wir nehmen es, wie es kommt."

 
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