Warum Victoria Nicklas Hohenloher Weinkönigin werden will
Ende April werden die neuen Hohenloher Weinhoheiten gekürt. Im Gespräch stellt sich Kandidatin Victoria Nicklas aus Niedernhall vor.

Am Freitag, 28. April, ist es wieder soweit: Die Wahl zur Hohenloher Weinkönigin steht an. Um die drei Kandidatinnen besser kennenzulernen, die sich an diesem Tag um 19 Uhr in der Ingelfinger Stadthalle präsentieren werden, hat die HZ mit allen gesprochen. Hier stellt die Redaktion Victoria Nicklas aus Niedernhall vor.
Warum möchten Sie Hohenloher Weinkönigin werden?
Victoria Nicklas: Die Weinhoheiten mit ihren tollen Dirndln und den schönen Kronen fand ich als Kind schon beeindruckend. Dann ist meine Cousine Laura Köchele 2009 Weinprinzessin geworden. Da habe ich angefangen, mich mehr zu interessieren. 2019 habe ich mir die Wahl angeschaut. Da hatte ich aber gerade erst meine Ausbildung abgeschlossen. Deshalb habe ich mich gegen eine Bewerbung entschieden, um mich auf meinen Job zu konzentrieren. Der Bürgermeister von Niedernhall hat mich dann vergangenes Jahr angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, mich zu bewerben, und da dachte ich, jetzt passt der Zeitpunkt eigentlich ganz gut.
Was bedeutet Hohenlohe für Sie und was verbinden Sie damit?
Nicklas: Es bedeutet auf jeden Fall Heimat für mich. Niedernhall ist meine Kindheit, meine Jugend. Mein Papa hat mir all die schönen Plätze hier in der Gegend gezeigt. Außerdem bedeutet es Familie und Zusammenhalt. Und nicht zu vergessen: Weinbau.
Welchen Wein trinken Sie selbst besonders gerne?
Nicklas: Aktuell mag ich gerne Schwarzriesling. Früher mochte ich trockene und halbtrockene Weine nicht so gerne, jetzt habe ich den aber für mich entdeckt.
Wie ist Ihre Beziehung zum Wein zustande gekommen?
Nicklas: Mein Opa hatte Weinberge hier in Niedernhall, die mittlerweile mein Onkel bewirtschaftet. Schon als Kinder wollten meine Geschwister und ich immer mit in den Weinberg. Wir haben zwischen den Zeilen Barbie gespielt, wollten einfach dabei sein. Dann durften wir oft auch mit zum Abliefern, durften auf dem Bulldog mitfahren, das war natürlich aufregend für uns. Wenn man älter wird, hilft man richtig mit. Die Weinlese mit den ganzen Helfern und dem gemeinsame Essen am Ende, das ist einfach schön.
Haben Sie einen Lieblingsplatz?
Nicklas: Am Aussichtspunkt auf dem Hochhölzle. Das ist einfach toll, weil man auf ganz Niedernhall schauen kann. Hier sind wir früher mit meinem Papa oft hoch gewandert, hier hat auch die Sonnwendfeier immer stattgefunden. Damit verbinde ich einfach viel.
Wie blicken Sie auf die Zusammenarbeit mit ihren beiden Kolleginnen?
Nicklas: Total positiv. Ich freue mich riesig drauf, völlig egal, welches Ergebnis rauskommt. Wir werden auf jeden Fall als Team gut zusammenarbeiten. Wir haben uns bei unserem ersten Treffen direkt gut verstanden und ich bin gespannt auf das gemeinsame Jahr.
Worauf freuen Sie sich in Ihrer Amtszeit am meisten?
Nicklas: Ich finde, es ist eine Ehre, das Amt zu übernehmen und die Region und den Hohenloher Wein zu repräsentieren. Besonders freue ich auf die neuen Erfahrungen und Momente, die Termine und Menschen. Einfach ein überraschendes Jahr.
Zur Person
Victoria Nicklas ist 23 Jahre alt und kommt aus Niedernhall. Sie hat zwei ältere Geschwister, eine Schwester und einen Bruder. Nicklas hat am Bildungszentrum Niedernhall ihren Realschulabschluss gemacht und dann eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement bei der IG Metall absolviert. In Schwäbisch Hall ist Victoria Nicklas im Sekretariat der Geschäftsführung der IG Metall beschäftigt. Sie ist politisch interessiert und engagiert, vor allem im Bereich Gleichberechtigung von Frauen und LGBTQ. In Niedernhall ist sie Jugendmitarbeiterin der Evangelischen Kirchengemeinde.
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