Wer Zivilcourage zeigt, wird belohnt
Der Verein „Sicher im Hohenlohekreis“, die Sparkasse Hohenlohekreis und die Hohenloher Zeitung loben den Preis zum dritten Mal aus. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni.

Ein Mann, der einen Exhibitionisten stellt, der sich vor zwei Mädchen entblößt hat; eine Frau, die an das Fenster einer Notunterkunft klopft, in der ein Schläger sein Opfer traktiert; zwei Männer, die einen Lkw-Fahrer retten, der in seinem brennenden Führerhaus sitzt: Bei der ersten Verleihung des Zivilcouragepreises im Hohenlohekreis am 19. November 2019 standen diese Fälle unter anderem im Fokus.
Preise aus 2020 und 2021 werden im November gesammelt verliehen
Wegen Corona musste die Folgeveranstaltung im Herbst 2020 abgesagt werden, genauso wie die Jurysitzung davor. Dies alles fließt nun in die Bewertung Ende Oktober 2021 ein, wenn auch die Fälle der nun startenden dritten Bewerbungsrunde begutachtet werden. Die Preise aus beiden Jahren werden dann gesammelt verliehen.
Bewerbungsschluss ist der 30. Juni
Ab sofort können sich Bürger melden, die Mut gezeigt und andere Menschen vor Straftaten oder anderem Unbill bewahrt haben. Der 2018 gegründete Präventionsverein „Sicher im Hohenlohekreis“, die Sparkasse Hohenlohekreis und die Hohenloher Zeitung loben den Zivilcouragepreis zum dritten Mal aus. Er ist mit 4500 Euro dotiert. Der Bewerbungsschluss ist vom 31. Mai auf den 30. Juni verlängert worden, die Jury tagt am 28. Oktober, die Ehrung der Preisträger findet am 23. November in der Sparkasse in Künzelsau statt.
Drei Kategorien stehen zur Auswahl

Der Zivilcouragepreis wird in drei Kategorien ausgeschrieben: als Einzelpreis für spontanes Einschreiten in brenzligen Situationen sowie als Gruppenpreis und als Schulpreis, wobei hier jeweils Projekte zum Thema Zivilcourage im Blickpunkt stehen. Es werden Fälle und Aktionen berücksichtigt, die sich im Hohenlohekreis ereignet haben oder durchgeführt wurden. Die Jury wählt aus, welche Bewerbung zum Zug kommt und wie hoch das jeweilige Preisgeld ist. Dies kann von 200 bis 400 Euro pro Fall und Projekt reichen.
Das sind die Jurymitglieder
In der Jury sitzen Landrat Matthias Neth, Vorsitzender des Vereins „Sicher im Hohenlohekreis“, Jörg Hachenberg, Leiter der Außenstelle Künzelsau des Referats Prävention beim Polizeipräsidium Heilbronn und Geschäftsführer des Vereins, Polizeidirektor Thomas Lüdecke, Leiter der Schutzpolizeidirektion beim Polizeipräsidium und stellvertretender Vorsitzender des Vereins, Werner Siller, Vorstand der Sparkasse Hohenlohekreis und Schatzmeister des Vereins, sowie Ralf Reichert, Redaktionsleiter der HZ.
Das ist die Zielgruppe
Beim Einzelpreis für spontanes Einschreiten kommen nur Fälle in Betracht, die polizeilich erfasst sind. Für den Gruppenpreis können sich Jugendhäuser, Seniorengruppen oder andere Institutionen melden, aber auch Azubigruppen in Firmen, die Zivilcourage im Alltag oder in Projekten leben. Um den Schulpreis können sich Schulsozialarbeiter mit Präventionsprojekten oder einzelne Klassen bewerben, die das Thema Zivilcourage im Unterricht behandelt haben.
Präventionsvereine in der Region
Präventionsvereine in der Region gibt es seit 2002 im Neckar-Odenwald-Kreis, seit 2006 im Landkreis Heilbronn und seit 2011 im Main-Tauber-Kreis. Auch dort werden Zivilcouragepreise vergeben. Die Heilbronner Stimme ist Partner des Verbunds, der den Zivilcouragepreis seit 2011 für den Stadt- und Landkreis Heilbronn auslobt.
Verein „Sicher im Hohenlohekreis“
Jörg Hachenberg
info@sicherimhohenlohekreis.de
Telefon: 07940/940330
Hohenloher Zeitung
RedsekretariatHZ@stimme.de
Telefon: 07941/91618031
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