Stimme+
Klima-Bündnis

Kritik an Vorgehen: Nur wenige Gemeinderatskandidaten in Öhringen unterschreiben Klimaerklärung

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Das Bündnis "Öhringen klimaneutral" startete die Aktion einer Klimaerklärung im Vorfeld der Wahl und ist nun enttäuscht von den Reaktionen der Kandidierenden. Das steckt dahinter.

Nicht immer verfolgen so viele Zuhörer die Sitzungen des Öhringer Gemeinderats. Wer das aber tut, sieht und hört, wie die Räte abstimmen.
Nicht immer verfolgen so viele Zuhörer die Sitzungen des Öhringer Gemeinderats. Wer das aber tut, sieht und hört, wie die Räte abstimmen.  Foto: Tscherwitschke, Yvonne

Das Bündnis "Öhringen klimaneutral" hatte zu Beginn des Kommunalwahlkampfes die Kandidaten auf den Listen der Freien Wähler, der CDU, FDP, SPD, Grüne/UNS und der LBÖ aufgefordert, eine Klimaerklärung zu unterschreiben. Die Liste der Unterzeichnenden werde veröffentlicht, kündigte das Bündnis an. Keine Aufforderung ging an die Kandidaten der AfD, da "deren Vertreter im derzeitigen Gemeinderat den Klimawandel als ein hochstilisiertes Problem, das keines ist leugnen und ihn als eine von den Medien herbeigeschriebene Katastrophe instrumentalisieren", erklärt Andreas Frasch für das Bündnis.

Die Reaktionen und die Rückmeldungen auf ein verbindliches Klimaversprechen dürfte die Initiative überrascht haben: Es haben sich nur 19 Kandidaten mit einer Unterschrift zu den Formulierungen bekannt und sich damit auch zur Veröffentlichung ihrer Namen bereit erklärt. Diese 19 Kandidaten sind die Bewerber von nur einer Liste.

Bündnis "Öhringen klimaneutral" mit Klimaerklärung: Kritik von mehreren Seiten

Die Aktion des Klimaschutzbündnisses war von verschiedenen Seiten kritisiert worden. Öffentlich bezogen seitens der CDU der amtierende CDU-Sprecher Ulrich Schimmel und CDU-Kandidat Achim Härterich Stellung und kritisierten das Vorgehen des Bündnisses. Achim Härterich, Stadtverbandsvorsitzender der CDU Öhringen-Zweiflingen, erklärt, er habe ein Gespräch mit der BI geführt, dabei aber "wenig Erhellendes" erfahren. Das Ganze eine neue und in Öhringen noch nicht praktizierte und bekannte Form der Bürgerbeteiligung zu nennen, geht für Härterich am Thema vorbei und grenze an "Denunziantentum".

11.000 Flyer wurden laut Frasch in Öhringen und den Teilorte durch Mitglieder der Initiative verteilt. Es waren Kosten von rund 1000 Euro entstanden, die durch Spenden getragen werden. "Nur wenig Parteien und Kandidierende haben den konstruktiven Austausch mit uns gesucht", bedauert Andreas Frasch. Der Sprecher erklärt: " Wir haben Zustimmung für unsere Aktion erhalten und auch Kritik – überwiegend jedoch wurde kein Austausch gesucht und der von uns angebotene Dialog nicht angenommen."

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben