Fünf Stunden auf dem Traktorsitz
Rund 300 Teilnehmer kommen zum Schleppertreff der Biberstaler Bergschnauferle an die Ziegelhütte bei Waldenburg.

Längst hat sich das Schleppertreffen am Pumphäusle der Ziegelhütte etabliert. Kein Wunder also, dass die Besucher- und Teilnehmerzahlen auch am vergangenem Wochenende stabil sind. "Es sind rund 300 Schlepper da", berichtet Ralf Gürtler, Vorsitzender der Biberstaler Bergschnauferle, die alljährlich das Bergstädtchen zum Landmaschinen-Mekka machen. Nur einer fehlt in diesem Jahr: Der stolze Besitzer einer der ältesten Dreschmaschinen. Er hat sich verletzt. Dafür gibt es aber den einen oder anderen "Newcomer". Wie Manfred Bruder. Auch wenn der 60-Jährige sicher nicht gerade wie Nachwuchs für die Veranstaltung wirkt. Aber der Creglinger ist neu im Milieu der Schleppersammler. "Es ist erst mein drittes Treffen, zu dem ich gehe", berichtet er.
Verbindungen
Dass die Wahl, um den Hattrick voll zu machen, auf Waldenburg fiel, liegt an Verbindungen. "Ich kenne hier zwei, drei, die zum Verein gehörten", so Bruder. Beim Schleppertreffen im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen habe er dann einen Flyer mitgenommen, mit dem die Waldenburger Werbung für ihre Veranstaltung gemacht haben. "Ich dachte, da geh ich hin. Waldenburg ist ja nicht weit", berichtet er.
Er gibt zu, dass er die Strecke unterschätzt habe. Rund fünf Stunden ist er mit seinem McCormick unterwegs gewesen. Jetzt ist er aber auch froh, angekommen zu sein. "Ich glaub" mein Schlepper ist einer der Ältesten", hat er beim ersten Umherschweifen bemerkt. Das gute Stück ist Baujahr 1954 und hat 20 PS. Und alle Teile seien noch original. "Außer dem Sitz wegen dem Rücken", fügt er hinzu.
Besonderes Nachtquartier
Und selbst wenn der Schlepper nichts Besonderes wäre - das Nachtquartier des Creglingers ist es bestimmt. Es ist ein ehemaliger Tragkraftspritzenanhänger der Feuerwehr. Dort, wo früher Schläuche und Pumpe untergebracht waren, wird Bruder schlafen. Und das nicht ohne gewissen Luxus. "Ich habe den selbst umgebaut", erklärt er. Jetzt gibt es dort Licht, Radio, Wasser und einen Gasherd. Auch der Anhänger ist historisch, wurde 1961 gebaut.
Ein paar Meter weiter haben die Geschwister Rapp ihre Traktoren geparkt. Ihr Weg war nicht ganz so weit: Sie kommen aus Jungholzhausen bei Braunsbach. Dafür gehen sie aber nicht auf jedes Schleppertreffen. "Nur noch nach Steinkirchen und Beimbach", berichtet Gottlob Rapp.
Die Helfer der Bergschnauferle haben derweil alle Hände voll zu tun, ihre Gäste zu verpflegen. Vor allem Getränke fließen bei der heißen Witterung in Strömen. Gürtler freut es, dass so viele Besucher und Teilnehmer gekommen sind. "Wir sind mit dem Treffen in diesem Jahr wieder sehr zufrieden", meint er.
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