Findet 2022 der Öhringer Pferdemarkt statt?
Am kommenden Freitag trifft der städtische Corona-Krisenstab die Entscheidung. OB Thilo Michler gibt bei der Begegnung 2022 am 9. Januar im Livestream einen Rück- und Ausblick auf das Geschehen und die Großprojekte in der Stadt. Im März ist der Spatenstich für den Neubau des Hohenloher Krankenhauses geplant.

Corona hat auch das Stadtgeschehen in Öhringen weiter fest im Griff. Zum zweiten Mal infolge findet die Begegnung, die bei vielen Öhringern beliebte Veranstaltung zum Beginn des neuen Jahres, am Sonntagvormittag nicht als Empfang in der Kultura, sondern als Livestream aus dem Blauen Saal des Öhringer Schlosses statt. Knapp 500 Haushalte sind live zugeschaltet, geschätzt rund 1000 Bürger wollen hören, was OB Thilo Michler in seinem 35-minütigem Rück- und Ausblick über die Entwicklung und das Geschehen in der Großen Kreisstadt zu berichten hat.
Fast am Ende seiner Präsentation wird er darauf hinweisen, dass der städtische Corona-Krisenstab kommenden Freitag die Entscheidung treffen will, ob der am Montag, 21. Februar, anstehende Öhringer Pferdemarkt im Coronajahr 2022 stattfinden kann. Nachdem die Öhringer Traditionsveranstaltung wegen der Pandemie schon 2021 ausfallen musste, steht laut Michler auch hinter dem Pferdemarkt 2022 ein großes Fragezeichen. So gern die Stadt ihn durchführen würde, "es wird schwierig."
Weiten Bogen gespannt
Punkt 11 Uhr eröffnet der junge Pianist Paul Bräuer von der Jugendmusikschule, der den Livestream musikalisch umrahmt, die Begegnung, bevor der Öhringer Rathauschef das Wort ergreift und einen weiten Bogen von Corona über aktuelle Bauprojekte, Investitionen in Schulen und Kindergärten, Baugebiete für Wohnbau und Gewerbe, die Neugründung der Stadtwerke und des Stadtmarketingvereins "Öhringen.Lieblingsstadt" 2021 bis hin zu geplanten Veranstaltungen wie der Messe im Mai diesen Jahres spannt.
Minister Manfred Lucha will zum Spatenstich kommen
2022, so Michler, werde es in Öhringen so viele Baustellen wie noch nie geben. Vieles werde weitergeführt oder beginnen und in den nächsten zwei bis vier Jahren fertig werden. Allem voran der Start für den Neubau des Hohenloher Krankenhauses der Grund- und Regelversorgung mit rund 200 Betten. Nachdem der Landkreis das Baugesuch 2021 eingereicht hatte und alles genehmigt ist, ist der Spatenstich für das größte und mit rund 100 Millionen Euro teuerste Bauprojekt in der Geschichte der Stadt Öhringen im März im Beisein von Gesundheitsminister Manfred Lucha geplant. Der genaue Termin steht noch aus. Die Bauarbeiten sollen rund drei Jahre dauern.
Neubau des Hohenlohe-Gymnasiums schreitet voran
Das größte städtische Bauprojekt mit 45 Millionen Euro ist der Neubau des Hohenlohe-Gymnasiums. Nach dem Spatenstich und der Erstellung des Rohbaus 2021 laufen 2022 die Ausbauarbeiten. Pfingsten 2023 soll der Neubau fertig sein. Danach folgt die einjährige Sanierung des C-Baus.
Ausbau der Kindergärten
Überhaupt sind Schulen und Kindergärten laut Michler der Investitionsschwerpunkt der nächsten zwei bis drei Jahre. Vom Thema Lüftung über Digitalisierung bis hin zu geplanten An- und Ausbauten an Schulen und Kindergärten wie der Anbau am Kindergarten Rosenberg für zwei Gruppen, dem siebengruppigen Kindergarten des Friedenshort oder dem 2023 geplanten Naturkindergarten in Verrenberg reicht die Spanne. Doch trotz aller Anstrengungen im Ausbau der Kindergärten werde die Stadt es wegen des Kinderbooms in Öhringen nicht schaffen, 2022/23 für alle Kleinen, wenn sie eins oder drei Jahre werden, Plätze zu schaffen, räumt der OB ein. "Wir sind für 2023/24 optimistisch, die Sachen soweit wieder im Lot zu haben."
Weiter große Nachfrage nach Bauplätzen

Ungebremst sei die Nachfrage nach Bauplätzen. Im Limespark ist der Abschnitt D fertiggestellt. Laut Michler gibt es eine Warteliste mit über 300 Bauplatzinteressenten. Im Limespark D wird auch die neue vierzügige Grundschule gebaut, in der 2024 die Grundschule Cappel aufgehen wird. Die Planung für den Bau wird dem Gemeinderat im Februar vorgestellt. Weiter werden dort eine Mensa und eine Doppelsporthalle entstehen. Im September 2022 soll der Spatenstich, die Einweihung zwei Jahre später sein. Voraussichtliche Kosten: zwischen 25 und 26 Millionen Euro. Auch in den Stadtteilen sei der Bedarf für Bauplätze groß. So soll es 2022 mit dem Baugebiet "Göckes" in Michelbach losgehen.
Startet Planverfahren für Gewerbegebiet "Krötenäcker"?
Ein neues Gewerbegebiet ist ebenfalls im Fokus. Im Januar soll der Gemeinderat entscheiden, ob die Stadt mit dem Bebauungsplanverfahren "Krötenäcker" unterhalb der Firma Dachser beginnt, um neue Gewerbeflächen anbieten zu können.


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