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Feuerwehr Goggenbach wird kräftig aufgerüstet

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Zusätzliches Löschfahrzeug und Erweiterung des Magazins: Insgesamt deutlich über eine halbe Million Euro fließt an die örtlichen Brandbekämpfer.

von Christian Nick
Zu klein für die Bedürfnisse der Brandbekämpfung der Zukunft: Das Feuerwehrhaus in der Ortsmitte bekommt einen Anbau für das neue Löschfahrzeug.
Foto: Archiv/Renk
Zu klein für die Bedürfnisse der Brandbekämpfung der Zukunft: Das Feuerwehrhaus in der Ortsmitte bekommt einen Anbau für das neue Löschfahrzeug. Foto: Archiv/Renk  Foto: Renk

Die immense Dringlichkeit brennt den Verantwortlichen schon länger lichterloh unter den Nägeln: Bereits Ende 2015 hatte ein Sachverständiger für Brandschutz im Gemeinderat klipp und klar konstatiert: "Das Feuerwehrhaus in Goggenbach entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen."

Und das nimmt auch nicht Wunder, denn das Magazin in der Ortsmitte wurde bereits im Jahr 1973 gebaut. Fazit des Experten damals: Rund 1,5 Millionen Euro müsse die Gemeinde langfristig bis zum Jahr 2037 in ihre gesamten Feuerwehrabteilungen investieren.

Finanzspritze für die Zukunftsfähigkeit

Eigentlich schon nach der Auflösung der Eschentaler Wehr und dem Zusammenschluss mit den Goggenbacher Brandbekämpfern vor über zwei Jahrzehnten war klar: Eine kräftige Finanzspritze benötigt die Goggenbacher Wehr perspektivisch. Die freilich soll sie in den kommenden Monaten und Jahren nun auch bekommen: Die Anschaffung eines neuen, zusätzlichen sogenannten Mittleren Löschfahrzeugs (MLF) hat der örtliche Gemeinderat bereits 2020 bewilligt.

Rund 66 000 Euro Förderung gab es dafür von der Landeregierung. Das neue Fahrzeug wird insgesamt rund 315 000 Euro kosten und soll die Goggenbacher Wehr, die rund 20 freiwillige Brandbekämpfer in ihren Reihen zählt und bislang lediglich über ein einziges Löschfahrzeug vom Typ "Iveco LF 8" verfügt, zukünftig noch schlagkräftiger machen. Das Geld für die Anschaffung des Wagens wurde bereits im Haushalt 2020 bereitgestellt.

Umbau und Erweiterung des Magazins

Doch dafür muss auch das Feuerwehrmagazin, wo es gegenwärtig nur einen überdachten Standort für das bereits existierende Fahrzeug gibt, deutlich aufgerüstet werden: Es soll einen Anbau geben, der Platz für eine weitere Fahrzeughalle bietet. Der entsprechende Förderantrag beim Regierungspräsidium ist nun gestellt worden. "Wir rechnen mit der Bewilligung im April oder Mai", berichtet Bürgermeister Christoph Spieles.

Auch der Bauantrag liegt bereits vor. "Wenn die Bewilligung dann da ist, können wir voraussichtlich Mitte des Jahres mit der Feinplanung und den Ausschreibungen der ersten Arbeiten beginnen", teilt der Rathauschef mit.

Es soll nicht nur die besagte Garage angebaut werden, sondern es werde auch einige Umbauten im Inneren des recht beengten Gebäudes geben, sagt Spieles. Rund 300 000 Euro werden nach seinen Angaben in An- und Umbau des Feuerwehrhauses fließen, das den östlichen Standort der Freiwilligen Feuerwehr Kupferzells markiert.

Seit 1972 ist die vormals eigenständige und vermutlich bereits um das Jahr 1870 gegründete Goggenbacher Wehr Teil der Kupferzeller Gesamteinheit. 1996 verschmolz man dann zur Feuerwehrabteilung Goggenbach/Eschental.

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