Fesche Madln und schneidige Buam
Bieringer feiern zünftig beim Herbstfest der Musikkapelle

Nicht nur auf der Wiesn oder dem Wasen, sondern auch in der Bieringer Jagsttalhalle herrschte am Wochenende Volksfeststimmung beim vierten bayerischen Abend der Blaskapelle Bieringen. Die Musikerinnen und Musiker spielten in farbenfrohen Dirndln und Lederhosen auf und viele der zahlreichen Gäste haben sich ebenfalls in zünftigen Zwirn gehüllt.
Spannend wurde es vor dem Bieranstich: Ob die Lederschürze dem Bieringer Ortsvorsteher Karl-Heinz passen würde? Die hat Klaus Wunderlich von der Herbsthäuser Brauerei nämlich extra für Kurz angefertigt. Dafür sei im vergangenen Jahr Maß genommen worden, betonte Wunderlich.
Genau passten dann jedenfalls die beiden Schläge mit denen Kurz den Zapfhahn ins Fass und das Freibier zum Fließen brachte. Die Musikkapelle unter der Leitung von Achim Bayer stimmte mit "Gablonzer Perlen", dem Kufsteiner Lied, und der "Löffelpolka" − mit dem Löffelsolo von Rainer Hofer − auf den Abend ein. Heinz Kohler begrüßte auch die Jungs der A-Jugend der Spielgemeinschaft Schöntal, die einen 5:2-Sieg gegen Pfedelbach zu feiern hatte.
Kohler und Bayer führten gemeinsam durch den Abend und warfen sich gegenseitig die Pointen zu. Als Gaststar wurde "Rudi aus der Schweiz" begrüßt, dessen Alphorn sich weigerte, Töne von sich zu geben. Bei genauerem Hinsehen verbarg sich ein Unterhemd im Rohr, woran wohl Rudi´s Frau nicht unschuldig war.
Lacher Mit "Swiss Lady" dem Siegertitel der Pepe-Lienhard-Band beim Grand Prix d’Eurovision 1977 kam das Alphorn-Solo von Roger Kühlwein dann voll zur Geltung und die Musikkapelle hatte die Lacher und den Applaus auf ihrer Seite. Mit Heinz Kohler und Achim Bayer sowie Steffi Brümmer und Andreas Retzbach haben die Bieringer Musiker auch gesanglich einiges zu bieten. Ob "Atemlos" von Helene Fischer, "Im Wagen vor mir", oder "Rosi" von der Spider Murphy Gang, allein oder im Duett, der Funke sprang über und brachte den Saal zum Beben.
Wettkampf Wer hat sich schon einmal im horizontalen Stapeln von Bierkästen versucht? Vier stramme Jungs aus Bieringen traten gegen ein Viererteam aus Aschhausen an: Unter Jubel und Beifall schafften es beide Gruppen, eine waagerechte Reihe aus 21 Bierkästen zu viert in der Luft zu halten. Beim anschließenden "Kuhfladenwerfen" von der Bühne aus in einen Korb im Publikum, hielten die Gäste ihre Gläser fest und die Spannung stieg. Die Entscheidung fiel beim dritten Wettkampf, dem "Bierkrug schubsen", bei dem der Krug möglichst nahe an der Tischkante zum Stehen kommen soll. Die gute Vorlage von 4,4 Zentimetern Abstand zum Rand aus dem Bieringer Lager wurde mit viel Talent, Glück oder Zufall mit minus 3,3 Zentimetern Überstand über die Tischkante überboten. Somit ging der Sieg in diesem Jahr an die Aschhäuser.
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